Nachdem wir nun die meisten Tücken der Sachmittelbeschaffung (an der Uni Potsdam) aus dem EXIST-Budget herausgefunden haben, habe ich den dazugehörigen Prozess aus Sicht der Fördermittelempfänger (Stipendiaten) einmal mit dem Signavio Process Editor modelliert.
Auf den ersten Blick erscheint das gar nicht so kompliziert. Bis man das aber alles erst einmal herausgefunden hat, vergehen schmerzhafte Wochen. Ich hoffe, mit dem erworbenen Prozesswissen kann ich anderen Gründern weiterhelfen…
Seit einiger Zeit nutzen wir bei Signavio neben einem T-Mobile UMTS-Tarif auch einen N24-Stick (von Vodafone) zu recht fairen Prepaid-Konditionen. Nämlich genau dann, wenn das T-Mobile-Netz irgendwo schlecht verfügbar ist, oder wenn wir mit 2 PCs auf einer Messe o.ä. gleichzeitig online gehen müssen.
Nun gibt es seit kurzem auch einen Prepaid-Stick von ProSieben. Dieser bietet genau dasselbe, allerdings zu günstigeren Konditionen (1 Tag für EUR 1,99 statt EUR 2,99 beim N24-Stick). Die Stunden-Tarife sind für uns ohnehin nicht so wichtig. Wenn dann brauchen wir den Stick länger als nur eine Stunde.
Was ich besonders eigenartig finde, ist das N24 ja auch aus der ProSieben-Gruppe kommt. Wieso die zwei Produkte mit so unterschiedlichen Konditionen anbieten erschließt sich mir nicht so richtig…
Pay-TV hat seinen festen Platz unter den Fußball-Fans in Deutschland. Wenn dann jedoch die Pay-TV Betreiber anfangen, das reine Fußball-Interesse auszunutzen um dem Kunden überteure Bundles mit dem Heimatkanal aufzuzwingen, kann einem Fußball-Fan schnell der Spaß vergehen…
Wie lange dauert eine Sachmittelbestellung über das EXIST-Programm eigentlich bis zum Erhalt der Ware?
Da eine solche Bestellung immer über die abwickelnde Universität läuft (bei uns die Universität Potsdam), treffe ich hier natürlich keine allgemeingültige Aussage. Für jemanden, der sonst vollkommen außerhalb von Beschaffungs-Dezernaten lebt (wie mich) findet sich in den angegebenen Zeiten dennoch ein sinnvoller Anhaltspunkt.
Die folgenden Zeiträume erstrecken sich jeweils von Einreichung der drei vergleichenden Angebote bei der Uni (bzw. der EXIST-koordinierenden Stelle) bis zum Erhalt der Lieferung der Ware vom Paketdienst (in Kalendertagen):
Beamer: 21 Tage
Drucker: 24 Tage
Displays: 23 Tage
Solid State Disks: 30 Tage
Sehr interessant ist auch die Erstattung von Reisekosten durch das Sachmittelbudget. Hier muss der Standard-Reisekostenantrag der Uni ausgefüllt werden (inkl. Begründung, wieso man z.B. Fliegen musste und nicht Bahn fahren konnte). Die Bearbeitung dauert jedoch leider ewig (deutlich länger als ein Kreditkartenzyklus).
Erstattung Reisekosten: bislang länger als 40 Tage (warte immernoch) 44 Tage
Wenn es vergleichende Zeiten von anderen Unis gibt, wäre ich sehr an einem kurzen Kommentar interessiert…
Mit Gründung der Signavio GmbH beziehe ich ebenfalls das Gründerstipendium von EXIST. Ich beziehe es zwar erst seit einem Monat und bin dafür grundsätzlich auch sehr dankbar. Jedoch kann man jetzt schon sagen, dass es sich um eine bürokratische Katastrophe handelt.
Ein Beispiel möchte ich hier aufführen. Die Informationslage bzgl. der Abgaben für das Stipendium war im Vorhinein (während der Bewerbungsphase) mehr als unklar. Dies möchte ich hier kurz und knackig aufklären, damit sich niemand falsche Hoffnungen macht:
Man bekommt einen Brutto-Betrag ausgezahlt. Von dem muss man sich eigenverantwortlich(!) um alle notwendigen Abgaben kümmern. Das wären:
Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer (völlig unklar ob dies anfällt oder nicht; höchstwahrscheinlich Pflicht; muss rückwirkend über die Steuererklärung abgeführt werden; weitere Details reiche ich in einem Jahr gerne nach)
Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung (noch zu klären, ob abzuführen oder nicht)
Pflegeversicherung (derzeit 2,2%; wird über die GKV abgeführt)
Krankenversicherung (derzeit 14,9%; weitere Details siehe unten)
Hier möchte ich kurz unsere Erfahrungen zum Abschluss einer GKV für ein EXIST-Stipendium anreißen. Das Kernproblem ist, dass die Versicherung einem die vollen 14,9%+2,2% abknöpfen möchte (also auch den vollen Arbeitgeberanteil, den man normalerweise “genießt”). Es gibt aber eine pfiffige Möglichkeit, dies zu umgehen…
Grundvoraussetzung: Man selbst darf nicht(!) als “Selbständig” gelten (siehe Wikipedia).
Ist diese Voraussetzung erfüllt (i.d.R. durch Anteilsverteilung der Gesellschafteranteile), dann kann man folgende Regelung nutzen. Für die GKV gilt man als EXIST-Stipendiat, der kein weiteres Einkommen bezieht (also 0 EUR aus etwaigen Anstellungsverhältnissen), als “Sonstiger Stellenloser” und müsste die vollen 14,9% zahlen.
Aber: Die Lage sieht anders aus, wenn man neben dem Stipendium eine Anstellung hat die krankenversicherungspflichtig ist (entweder Nebenbeschäftigung mit weniger als 5 Stunden/Woche oder einfach ein Gehalt in der eigenen Firma). Das Gehalt muss dementsprechend höher als 410 EUR mtl. liegen. Dann wird nämlich die Krankenversicherung für dieses Gehalt und nicht für das Stipendium fällig.
Das ist daraus begründet, dass man dann nicht mehr als “Sonstiger Stellenloser” gilt, weil man ja eine Anstellung hat. Das Stipendium ist keine Lohneinkunft. Sobald man also die Krankenversicherung über das Mini-Gehalt bestreitet, fällt keine Krankenversicherung auf das Stipendium ab.
Diese Lösung hat uns etwa anderthalb Stunden hartnäckig sein in der TK-Geschäftsstelle unserer Wahl gekostet. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an den verständnisvollen Sachbearbeiter.
In jedem Fall ist dies das Optimum, was man erreichen kann. Man muss sich das Gehalt ja noch nicht einmal komplett auszahlen. Es reicht vollkommen, die Abgaben davon zu leisten. Und diese liegen ein Vielfaches unter dem vollen Krankenversicherungssatz für das Stipendium…
Die Wii ist beliebt wie nie: Sowohl in Europa als auch in den USA ist die Nintendo Wii die #1 unter den Spielekonsolen, was die Marktdurchdringung angeht. Grundsätzlich also beste Voraussetzungen um auch weitere Multimedia-Funktionen im Wohnzimmer zu erledigen. Die Idee, die Wii als Media Center (Extender) einzusetzen ist also durchaus schon ein paar Tage alt und das Bedürfnis ungebrochen.
Vielleicht auch deshalb kursieren im Web jede Menge Informationen zu diesem Thema, die zum größten Teil sehr oberflächlich, veraltet oder im simpelsten Fall schlicht falsch sind. Kurzum: viele reiten die Euphorie-Welle die angeblich die kleine weiße Box zum “Multimedia-Wundertalent” werden lässt ohne die tatsächliche Praxistauglichkeit wirklich zu betrachten.
Weil das Thema Media Center für mich auch sehr interessant ist, habe ich mich in den vergangenen Wochen intensiv damit auseinander gesetzt und fasse hier kurz zusammen wie es im Januar 2009 tatsächlich steht.
Da Nintendo keine offizielle Medien-Unterstützung bietet und vermutlich auch nicht mehr bieten wird, muss auf Dritt-Hersteller oder Open Source Software zurückgegriffen werden. Im Wesentlichen gibt es technisch 2 unterschiedliche Wege, wie die Wii zu einem Media Center werden kann. Alle derzeit verfügbare Media Center-Software lässt sich in diese beiden Kategorien einordnen:
Auf einem separaten Rechner wird eine Server-Software installiert, die auch einen Web-Server beinhaltet. Der Media Content wird dann über Webseiten gerendert (Videos per Flash) und im Wii Opera-Browser dargestellt bzw. abgespielt. Auf der Wii wird also keine weitere Software (außer dem kostenpflichtigen Internet-Kanal) benötigt.
Es wird sogenannte “Homebrew-Software” auf der Wii installiert, die die eigentlichen Media Center Extender-Funktionen umsetzt und den Content direkt von anderen Resourcen bezieht (SD-Karte, USB-Laufwerke, Netzwerk-Freigaben, Webradio, etc.).
Für jede der beiden Kategorien gibt es mittlerweile mehrere unterschiedliche Tools, die auf ähnliche Art und Weise funktionieren.
Die paradoxe Situation ist, dass zwar die unmittelbar sichtbare Benutzeroberfläche bei den Web-basierten Tools recht fancy aussieht, sich eine gute Benutzbarkeit nicht direkt davon ableitet. Hier ein abschreckendes Beispiel für gutes Marketing und schlechte Umsetzung. Das Produkt “X-OOM Media Center für Wii” von der “bhv Software GmbH”. Das folgende Video ist auf den ersten Blick sehr ansprechend, aber schaut euch einmal die dazugehörigen Rezensionen auf Amazon.de an.
Ähnlich schlecht sieht es auch bei anderen Vertretern der Server-basierten Lösungen (Kategorie 1) aus. Weitere konkrete Probleme sind: riesige schwarze Rahmen um Video-Content im Fullscreen, lange Ladezeiten, niedrige Videoqualität, Plattformabhängigkeit beim Server etc.
Die meisten Punkten liegen auch garnicht an der Server-Software sondern am Opera-Browser bzw. der veralteten Flash-Version auf der Wii. Die Server-Software kann also noch so gut sein, die Qualität wird immer mäßig bleiben. Vermutlich auch ein Grund, warum die Software “Wii Media Center X”, die bei Google fast komplett die erste Ergebnisseite zu einer Suche nach “Wii Media Center” belegt, mittlerweile nicht mehr weiterentwickelt wird und daher als tot zu betrachten ist…
Kurzum: Will man wirklich ernsthaft Media-Content (insbesondere Videos) mit der Wii auf dem Fernseher schauen, muss man zu Homebrew greifen. Doch auch hier ist der heilige Gral (leider) noch nicht verfügbar. Es gibt derzeit mehrere Homebrew-Anwendungen für Multimedia-Funktionen, die man auf seiner Wii installieren kann. Hier befindet sich eine gute Übersicht über alle Anwendungen, die in mehreren Tabellen recht transparent aufschlüsselt welche Anwendung welche Fähigkeiten hat.
Für mich sind insbesondere Streaming-Fähigkeiten (Abspielen von Audio/Video über das Netzwerk von einem NAS/Homeserver) wichtig. Daher kommen prinzipiell 2 Anwendungen in Frage:
Beides sind Open Source-Projekte, die aktiv (wenn auch nicht übermäßig aktiv) sind, d.h. weiterentwickelt werden. Mit beiden habe ich einige Erfahrung gesammelt und fasse diese im Folgenden kurz zusammen:
MPlayerWii
Es handelt sich um einen Port des bekannten quelloffenen MPlayer auf die Wii. Mittels einer Konfigurationsdatei (mplayer.conf) können alle Optionen des Players konfiguriert werden. Mittlerweile werden SDHC (SD-Karten mit größerer Kapazität), USB-Sticks/-Festplatten sowie SMB-Freigaben (Windows-Freigaben) durch den Player unterstützt. Alle gängigen Audio-/Video-Formate sind abspielbar.
Leider existiert ein gewisser Wildwuchs bei den verfügbaren Releases von MPlayerWii. Es gibt zwar ein zentrales Entwicklungsprojekt, aber es kommen immer wieder einzeln weiterentwickelte Versionen verschiedener Entwickler heraus. Leider sind in der aktuellen Version (v0.07 r20) noch verschiedene Bugs, die das Leben doch erschweren (insbesondere #14, #29, #42).
Zudem habe ich es (auch aufgrund der Bugs) leider nicht geschafft ein durch Windows freigegebenes Verzeichnis tatsächlich anzusprechen.
GeeXboX for Wii
Anders als MPlayerWii basiert GeeXboX for Wii auf einem für die Wii abgestimmten Linux. Diese Linux-Variante wird sehr aktiv weiter entwickelt. Für das Abspielen von Medieninhalten kommt eine portierte Version der ursprünglich einmal für die Xbox entwickelten GeeXboX zum Einsatz. Diese verfügt von Haus aus über eine sehr funktional gehaltene Benutzeroberfläche. Also sind hier keine hübschen halbtransparenten Menüs mit automatischem Mashups von Titel-Covern oder IMDB-Informationen zu erwarten. Vielmehr erwartet uns ein sehr nüchtern gehaltenes textuelles Menü.
Abgesehen davon gibt es aber höchstens noch einen Kritikpunkt: die fehlende Unterstützung für das interne WLAN-Modul. Da der Player wie gesagt auf Linux aufbaut, benötigt er auch eine Linux-Treiberunterstützung für die Hardware. Für das Wifi-Modul fehlt ein solcher Treiber bislang leider noch. Es bleibt zu hoffen, dass sich hier in Zukunft etwas tut. Bis dahin kann man einen beliebigen USB-Netzwerk-Adapter verwenden, der durch den Linux-Kernel 2.6.24.4 unterstützt wird. Ich habe einen sehr billigen Adapter (< 5 EUR) zwar prinzipiell zum Funktionieren gebracht. Jedoch fehlt die Performance für ein ruckelfreies Abspielen von hochqualitativen Videos. Habe nun den offiziellen Nintendo USB-Netzwerk-Adapter bestellt und hoffe, dass dieser etwas schneller ist. (Update folgt.) Update: Mit dem Original-Nintendo “Wii LAN Adapter” (RVL-015) funktioniert ein Streaming von Video-Content unterhalb von 480p (ausreichend für PDTV) über Windows SMB-Freigaben problemlos.
Ansonsten handelt es sich um einen sehr stabilen, vielseitigen und ausreichend schnellen Player was Video-Inhalte angeht. Für mich ist er zur Zeit definitiv erste Wahl. Man darf sich aber nicht vor einigen Konfigurationsdateien fürchten und muss mit etwas Eingewöhnungszeit rechnen. Hier gibt es ein kurzes Video zum Look and Feel:
Was funktioniert also und was nicht?
Wiedergabe von Videos, die maximal eine Auflösung von 480p haben und entweder von einer SD- oder SDHC-Karte oder einem USB-Laufwerk kommen funktionieren problemlos. Ich habe einen 8GB USB-Stick von dem ich meine Videos derzeit über GeeXboX abspiele.
Netzwerk-Streaming (uPNP oder SMB) funktioniert bei mir derzeit nur mit Einschränkungen (Bugs in der Software bzw. zu niedriger Durchsatz). Ich habe hier noch Hoffnungen, dass es mit dem Nintendo-Adapter schneller wird. Update: Netzwerk-Streaming per SMB-Freigaben funktioniert mit dem Nintendo LAN-Adapter über GeeXboX sehr gut. Zugriff auf eine uPNP-Media Library funktioniert derzeit nicht.
Wirklich hübsche Oberflächen und eine Einrichtung ohne gewisse Grundkenntnisse sind derzeit nicht drin. Richtig Hoffnung kann man sich erst machen, wenn sich eine Gruppe kompetenter Entwickler zusammen tut und einen PowerPC-Port von XBMC realisiert. Ein erster Versuch ist bereits gescheitert. Nicht an der Technik, sondern an Selbstüberschätzung des Einzel-Entwicklers, dem (verständlicherweise) irgendwann der Druck der Community komplett zuviel wurde und das Vorhaben aufgab.
Schade eigentlich, denn ein solches Vorhaben hätte – professionell durchgeführt – sicher eine enorme Reichweite. Viele Leute (#2, #3, #4, …) hatten drauf gewartet und waren wohl leider etwas (zu) euphorisch…
Obviously the guys have been re-evaluating their former strategy of ignoring Skype despite being one of the major IM networks in the world. I really think the new way of considering Skype-support as a major feature is the right one.
Therefore, I also resumed my temporarily suspended activities in Trillian Astra Alpha/Beta testing. I’m back to active ticket writing – with special focus on the Skype plugin of course. The plugin is not yet perfect, so I’m doing my best to help squashing some of the remaining bugs (e.g. #7146, #7234).
It should be noted, that Trillian won’t obsolete the official Skype client. That is, Skype must be running in background for Trillian to work with Skype. This is due to the closed Skype protocol and the usage of Skype API, which rather works as a remote control to the original Skype application.
The circumstance of still having Skype is perfectly fine for me. I pretty much don’t care what is running in the background as long as it stays there. My purpose is to have one single IM front end and this is achieved very well with the new Skype plugin by the Studios…
Die Geschäftsleitung hat Intelligenz bewiesen und es damit geschafft, einen Rechtsstreit zu verhindern. Mein letzter Eskalationsweg (direkte Adressierung der Geschäftsleitung im Briefkopf und Verlangen der Vorlage des kompletten bisherigen Schriftwechsels) hat damit endlich Früchte getragen. Es kommt einem tatsächlich so vor, als hätte erstmals jemand tatsächlich überprüft(!), was ich seit etwa 9 Monaten behaupte (nie eine Auftragsbestätigung bekommen zu haben).
Folgendes schreibt Herr Marko G., seines Zeichens Leiter des Kundenservice am 15. Oktober 2008:
Da unsere Überprüfung ergeben hat, dass Sie für den Vertrag aufgrund eines Schnittstellenfehlers keine Auftragsbestätigung erhalten haben, in der Sie auf alle Vertragsrelevanten Inhalte hingewiesen wurden, haben wir uns für folgende Vorgehensweise entschieden. …
Was folgt ist eine Aufstellung der zuvor eingeforderten Rechnungspositionen, gegen die ich jeweils schriftlich Einspruch gelegt hatte (insgesamt mehr als 230 EUR). Somit ist die Sache also erledigt und meine Kundenhistorie bei KD hat Ihr Ende für alle Zeiten…