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Ende gut - alles gut!


Nachdem wir (Tino & ich) als allererste aus Potsdam Richtung Ausland aufgebrochen waren (wir erinnern uns: a.D. 1. August 2005 - ganze 3 Tage nach der letzten Klausur ;)) ging es für uns natürlich auch als allererste wieder zurück. Meine Fähre hat also am 19. Dezember von Hanko abgelegt… :(

Doch zuvor war noch einiges zu erledigen: Wohnung kündigen, Handy-Karte abtelefonieren, Survival Kit zurückbringen, Leute verabschieden, Weihnachtsgeschenke/Mitbringsel organisieren, Auto vollstopfen und nicht zuletzt noch Klausuren schreiben und Projekte fertigstellen!
Einige dieser Sachen waren relativ schnell erledigt, wiederum andere haben sich eine Weile hingezogen, wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt. Insbesondere die Verabschiedungen haben sich ganz schön verteilt. Die ersten sind ja teilweise schon Anfang Dezember aus Finnland nach Hause in ihre jeweiligen Heimatländer gefahren und daher gab es immer mal wieder einen zu verabschieden, der das “Dorf” Jyväskylä verlassen hat. Auch die Projekte haben sich teilweise gezogen (wie das halt bei Projekten so ist ;)). Bis unser TCP-basiertes Schiffeversenken für SymbianOS-Clients vernünftig funktionierte sind jedenfalls ein paar Nächte ins Land gegangen. In jedem Fall waren wir für die Vorstellung am Morgen des 19. (ja, genau - der Abfahrtstag ;)) gerade fertig. Als nettes Plus lief soweit auch noch alles wie geschmiert (nein, das war kein Glück ;)).

Die Zeit vor der Abfahrt war natürlich nicht nur mit organisatorischen Dingen zugepflastert, sondern es gab noch ein paar nette Geburtstags-/Christmas-/Farewell-Parties. Ich habe euch hier ein paar Bilder davon zusammengestellt:

Die Rückfahrt selbst ist eigentlich recht einfach zu beschreiben: Auto beladen, Schlüssel bei der Hausverwaltung abgeben, bei -16°C über 400km finnische Landstraßen nach Hanko fahren, dort in die Fähre, ‘ne Runde schlafen, bei 6°C über 250km deutsche Autobahnen nach Berlin, dann 2 Tage später Richtung Bochum.
Für die Fähre hatte ich mir diesmal im Gegensatz zur Hinfahrt im August (siehe ersten Artikel) einen Kabinenplatz gebucht (Tino ist ein paar Tage später direkt nach Berlin geflogen). Die Fähre war sehr modern (Superfast Ferries) und dazu noch recht günstig. Man muss natürlich den etwas längeren Weg nach Hanko mit einkalkulieren, da viele anderen Fähren bereits von Helsinki ablegen. Dennoch hat es sich für mich in diesem Fall gerechnet. Die Vierer-Kabine war geräumig und ruhig. Geteilt habe ich sie mir mit 2 anderen Erasmus-Studenten aus Helsinki/Rostock. Die waren beide recht nett und wir haben den nächsten Tag mit Kartenspielen und schwedischem Monopoly in der Lobby verbracht. ;)
Nach ca. 19h Fahrt hat die Fähre dann in Rostock angelegt und ich hatte noch etwa 2h Auto-Fahrt bis Berlin, wo ich dann mein Lager bei Gero aufgeschlagen habe. Abends gings auf Wielands Geburtstagsparty und am Abend drauf stand die HPI-Weihnachtsfeier mit Feuerzangebowle auf dem Programm. Beide Parties konnten sich sehen lassen und ein Wiedersehen mit den meisten Leuten war wirklich schön! Zumal die wenigsten überhaupt wussten, dass ich da sein würde. Nettes Zitat von Quecky: “Du dürftest doch garnicht hier sein - du bist doch in Finnland…” :)
Am nächsten Morgen ging es dann in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub nach Bochum…

Nach einem überstandenen Weihnachtsfest, einer überstandenen Erkältung (fragt mich bitte nicht, wieso man sich erkältet wenn man aus einer Umgebung von -15°C in eine mit 3°C wechselt…) und einem überstandenen (daher leider nüchternen) Sylvester gab es dann bei Bengt in Dortmund noch eine Geburtstagsparty zu seinem Vierteljahrhundert (O-Ton). Das erste Wiedersehen mit den bekannten “Finnen” ging also recht zügig vonstatten. Ich hoffe es folgen noch einige…

Frei nach dem Motto “Uns soll ja nicht langweilig werden” bin ich zur Zeit dann also für mein Praktikum in Walldorf. Ich wohne hier in einem uralten Herrenhaus (von 1861) mitten auf einem Berg mitten auf einem Golfplatz. Cooles Ambiente würde ich sagen… ;)
Ein Paper ist noch für Jyväskylä zu schreiben (Thema: Congestion bei Netzwerkprotokollen). Zum Sommersemester geht’s dann wieder in Potsdam los.

Zuletzt würde ich gerne noch die Gelegenheit nutzen, allen die diese Berichte (vielleicht mittlerweile schon von antiquarischem Wert ;)) nach Erfahrungen für zukünftige Auslandssemester durchkämmen noch einmal ans Herz zu legen selbst ein solches Semester - in welchem Land auch immer - zu machen, sofern sich für euch die Möglichkeit ergeben sollte! Finnland wäre hier durchaus eine Überlgung wert. :)

Das war’s von mir von hier! Euer,
Torben

P.S.: Hier habe ich einige nette Bilder, die über den ganzen Aufenthalt verteilt entstanden sind, gesammelt.

P.P.S.: Ich arbeite derzeit noch an einer Vervollständigung des Artikels über unseren Russland-Trip im November (sollte in den nächsten Tagen/Wochen online gehen). Da sind noch ein paar nette Geschichten zu erzählen. Die Arbeit daran ist in den letzten Monaten irgendwie nach der Hälfte liegengeblieben… :|