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Keine grossen Reisen - aber trotzdem volles Programm…
Der Winter ist nun definitiv in Brisbane angekommen. Die letzten Tage hat es ziemlich viel geregnet und auch die Temperaturen waren nicht wirklich immer angenehm (teilweise unter 15°C *brrr*). Insgesamt erinnert mich das Klima derzeit stark an einen frühen kontinentaleuropäischen Herbst. Aber das wird sicher wieder besser (hoffe ich
)…
Seit dem Trip zum Ayers Rock haben wir einige nette Sachen in Brisbane und Umgebung unternommen. Zum Einen haben wir unseren Kinomarathon nun mit Ocean’s 13 und Blades of Glory beschlossen. Dann haben wir einmal mehr einen kompletten Samstag auf dem Beachvolleyballplatz verbracht. Mit Uwe und Alexandre habe ich nach gut 4 Monaten Pause einen Wiedereinstieg ins Poker-Business gewagt und es hat direkt für den Final Table (Platz 8 von 56) bei einem kleinerem Pokerturnier der Australian Poker League gereicht. Bei unserem Besuch im Casino am Freitag darauf hier in Brisbane hat uns aber der Minimum Stake von $100 davon abgehalten grossartig zu gamblen.
Nach dem Casino sind wir dann einmal mehr in unseren Stamm-Club - dem Friday’s - gepilgert. Das war auch der letzte Party-Abend für Isa in Brissie. Sie fliegt leider nächste Woche zurück nach Deutschland und lässt die SAP-Interns hier sitzen…
Am letzten Samstag haben wir dann einen Wagen gemietet und sind Richtung Süden an die Gold Coast gefahren. Unterschied zu sonst: Ich durfte fahren!
Diejenigen die mich kennen, können sich vorstellen wie gross die Freude war nach fast einem Vierteljahr wieder hinter einem Steuer zu sitzen! Und es kam noch besser: Am Samstagabend sind wir mit 7 Leuten zu einem All-You-Can-Drive Special einer grossen Outdoorkartbahn im Kingstonpark gefahren. Es hat in Strömen geregnet und alle waren pitschepatschenass. Trotzdem natürlich das Paradies für mich. ![]()
Dreimal dürft ihr raten, auf welchen Platz es mich verschlagen hat.
Obwohl eine komplette Auswertung der 150+ Fahrer am Ende irgendwie gefehlt hat, meine ich irgendwo zwischen dem 2. und 3. Platz gelandet zu sein. Einen Preis gab’s natürlich nur für den Ersten. Ich brauche in jedem Fall bald ein Shirt mit dem Spruch “Der ewige Zweite…”
Am Abend bin ich dann mit Tobi noch weiter nach Surfers Paradise gefahren. Eigentlich wollte Alexandre ja auch noch mit. Aber dank Krankheit ging das nicht. In Surfers waren wir im Club Cult. Eigentlich ein ganz netter Laden. Am nächsten Tag haben wir dann noch das höchste Wohnhaus der Welt (20.-höchste Gebäude der Welt) - den Q1 Tower - besichtigt. Man kann in den 78. Stock herauffahren und hat einen enormen Ausblick in alle Richtungen (inklusive dem Meer und den Stränden).
Montag war ich dann mit Mark (dem Freund von Ann) beim Rugby im Suncorp Stadium hier in Brisbane. Wir hatten kostenlose Tickets aus dem Suncorp-Kontingent mit ziemlich coolen Plätzen. Das Spiel war (trotz Regen) super. Und die Brisbane Broncos haben auch sehr überzeugend den Sieg gegen die Wests Tigers nach Hause gefahren.
Und sonst…?
Nachdem die vergangenen zwei Wochen eher mit einer Reihe kleineren Aktivitäten gespickt waren, geht es am kommenden Wochenende mal wieder auf eine 2-Tages-Tour: Isa’s Abschiedstournee. Wir fahren mit zwei(!) Mietwagen Richtung Norden an die Sunshine Coast. Dort geht’s nach Noosa, Bundaberg, Town of 1770, etc.
Bis dahin gibt’s aber auch noch was zu tun: Heute Bowling, morgen Essen bei Isa, Freitag abend: Abfahrt…
Die Master-Arbeit geht zur Zeit übrigens prima voran. Ich hoffe, es läuft weiter so rund…
Unterwegs im Red Centre: Ayers Rock und Kata Tjuta
Letztes Wochenende haben Alex und ich die bereits aus Deutschland geplante Reise in die Wüste Australiens angetreten. Als kostenlosen Inlandsflug des Round-the-World Tickets genau Ayers Rock auszuwählen war im Nachhinein (rein finanziell gesehen) wirklich eine sehr sinnvolle Wahl. Wenn man sich die regulären Preise bei den Airlines anschaut, kommt man kaum unter AU-$400-$500 nach Ayers Rock. Damit ist es eines der teuersten inner-australischen Flugzielen.
Die Reise war insgesamt sehr beeindruckend. Diesen Felsen (Uluru a.k.a. Ayers Rock) mitten im roten Nichts stehen zu sehen lässt einen sich schon sehr klein vorkommen. Die Rottöne des Felsen reichen im Sonnenauf- und -untergang wirklich von einem dunklen Grau-Rot, über ein tiefes Rot bis zu einem unglaublich stark leuchtenden kräftigen Orange. Insbesondere den Zeitpunkt, an dem die gesamte Wüste samt den Bäumen schon/noch im Dunkeln liegt während der Berg immens stark leuchtet war besonders cool…
Wir haben nicht nur den Uluru sondern auch Kata Tjuta (The Olgas) besucht. An beiden sind wir sowohl an etwas weiter entfernten Aussichtspunkten vorbeigekommen als auch am Fuße der Berge auf mittellangen Walks herumspaziert. Hochgeklettert sind wir aus Respekt vor der Kultur der Aborigines nicht. Obwohl diese ausdrückliche Bitte eigentlich allen Besuchern der Reisegruppe bekannt war und auch vor Ort nicht zu übersehen ist, sind aber traurigerweise beinahe alle die halbwegs dazu körperlich in der Lage waren trotzdem geklettert. Tja…
Doch auch die Kombination aus Saukälte (nachts -2°C), der Fliegenplage und den unmenschlichen Weckzeiten für den Sonnenaufgang hat uns nicht davon abhalten können einige tolle Fotos zu schießen. Weil Fabi während des Wochenendes selbst in Cairns unterwegs war, hatten wir zwar leider keinen Zugriff auf die Spiegelreflex-Cam, aber auch mit unseren kleinen Cams kam etwas Hübsches dabei ‘rum. Übrigens sind die Farben der Bilder natürlich gehalten. Bei einigen ganz wenigen habe ich etwas digital nachpoliert. Im Wesentlichen sieht es dort wirklich so aus.
Und sonst…?
Letzte Woche waren wir in der Premiere von “Shrek the Third”. Freitag abend gab es dann nach einer Geburtstagsfeier von Kollegen aus dem Büro ein weiteres BBQ bei mir. Diesmal waren wir 15 Leute und hatten natürlich wieder genug Bratwurst vom Heinz für alle.
Montag war dann prompt noch ein Feiertag in Australien (Queen’s Birthday), so dass wir in die Underwater World an die Sunshine Coast gezuckelt sind. Dort gibt es ähnlich zu Seaworld eine ganze Reihe große Haie, bunte Fische und andere Tiere zu sehen. Nach einem Wochenende in der Wüste ist ein so wasserreicher Tag auch erfrischend… ![]()
Update: Tobi hat ein nettes Video von einer fressenden Krabbe auf Youtube gestellt, das ich dort aufgenommen hatte:
Die große Zeit des konstanten Wochenend-Reisens ist jetzt erst einmal vorüber. Die kommenden Wochenenden werden vermutlich höchstens noch ein paar Tagesausflüge mit sich bringen. Ausnahmen bilden natürlich die bereits erwähnten Trips nach Melbourne/Tasmanien im Juli sowie Fidschi im August (über meinen Geburtstag übrigens
). Im September (also der Endphase der Master-Arbeit) gibt es höchstens noch einen Ausflug. Aber da sind die Planungen noch nicht sehr weit fortgeschritten.
Fraser Island = Mehr Sand als die Sahara
Am vorletzten Wochenende hat es uns nach Fraser Island verschlagen. Das ist die größte Sandinsel der Welt. Insgesamt gibt es dort mehr Sand als in der gesamten Sahara. Die Insel ist im Grunde - abgesehen von der reinen Größe - vergleichbar mit Moreton.
Fraser liegt etwa 300km nördlich von Brisbane. Man fährt also mit dem Jeep erstmal eine ganze Weile, bis man auf der Insel ist. Direkt vor der Fährüberfahrt sind wir am Rainbow Beach vorbeigekommen. Von dem Leuchtturm dort in der Nähe konnte man eine ganze Familie Delfine sehen, die sogar über die Wellen gesprungen sind.
Auf der Insel angekommen haben wir zuerst ein Schiffswrack besichtigt, haben uns dann in einem der Süßwasser-Creeks (Eli Creek) herunter zum Strand treiben lassen und sind schließlich zum Lake Wabby gewandert. Da hat es leider schon angefangen zu regnen. Abends waren wir am Lagerfeuer und hinterher noch unten am Strand. Dort konnte man winzige Phosphorspuren im Sand blau leuchten sehen. Auch das Wasser hat teilweise blau geschimmert. Sehr beeindruckend…
Die Nacht im Zelt hat es dann quasi durchgeregnet und morgens auch nicht mehr aufgehört. Die Insulaner waren alle happy, weil es seit Monaten nicht mehr richtig geregnet hatte. Wir haben uns aber verständlicherweise nicht so richtig dafür begeistern können. Also ging’s im ätzenden Touri-Regenponcho zuerst zum Lake McKenzie. Dieser Süßwassersee ist wirklich super-idyllisch: Absolut weißer Sand und total klares Wasser. Man kann es sich kaum vorstellen, aber selbst bei Regen sah das wirklich toll aus. Aber das schlechte Wetter ging dann zum Glück recht bald vorüber. Erst zurück in Brizzie hat es wieder geschüttet.
Vor der Abfahrt waren wir dann noch im Regenwald der Insel unterwegs (dort dann ohne Regen). Die verschiedenen Farne, Palmen und Riesen-Bäume sind auch immer wieder faszinierend…
Und sonst…?
Dieses letzte Wochenende haben wir mal keine größere Tour gemacht. Jede Menge Beach-Volleyball, BBQ, Club-Besuche und die Taufe des Sohns meines Supervisors sowie der Besuch von Annika in Brisbane gaben aber auch so ein abwechslungsreiches Programm.
Letztens haben wir außerdem Heinz besucht! Heinz ist der einzige deutsche Fleischer in Brisbane. Und der macht vernünftige Bratwürste. Eine gute Portion liegt noch in meinem Gefrierschrank. Schließlich sollte man immer Qualitätsgrillgut zur Hand haben…
Nächstes Wochenende sind wir dann im Red Center (Ayers Rock und Kata Tjuta) unterwegs. Wir fliegen Samstag mit Qantas über Sydney dorthin und dann Sonntag wieder zurück. Mehr später…
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