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Bula! - Eine Woche Südsee in Fiji-Time…
Nicht weniger als 300 Inseln gehören zu dem kleinen Inselstaat Fiji (auf Deutsch: Fidschi) mitten in der Südsee, der nur kurz vor der Datumsgrenze auf dem Erdball liegt. Von Brisbane aus sind es jedoch nur etwa 3 Stunden Flug bis zur Hauptstadt Nadi (gesprochen: “Nändy”). Die Virgin Blue-Tochter für internationale Flüge im pazifischen Raum, Pacific Blue, hatte vor einigen Monaten einen Sale in dessen Rahmen auch Flüge nach Fiji günstig angeboten wurden. Da letzte Woche Mittwoch auch noch ein Feiertag in Brisbane war (Exhibition Day), musste ich nur 4 Urlaubstage aufwenden um für eine Woche ins Paradies zu fliegen.
Zusammen mit Fabi und Georg ging es also am 12. August los. Wir hatten vor unsere Reise konkret vor Ort zu buchen. Aus sicherer Quelle wussten wir, dass es im Flughafen eine Reihe von Travel Agents gibt die von der Vermittlung der Hostels und Fährverbindungen leben. Interessanterweise wird die Provision nicht aufgeschlagen, sondern die Agents finanzieren sich indirekt über die Betreiber der vermittelten Unterkünfte. Im Nachhinein war der Tipp sich erst vor Ort um die Details zu kümmern Gold wert. Sich über die Inseln, möglichen Hostels und Routen vorab zu informieren hat sich aber dennoch ausgezahlt. So konnten wir das Ganze von Anfang in genau die Richtung lenken, in der wir es wollten. Grundsätzlich wollten wir sowohl Inseln der Mamanucas, als auch der Yasawas sehen. Bei beiden handelt es sich um Inselgruppen, die von Nadi aus mit der Fähre erreichbar sind. Um es allerdings etwas interessanter zu gestalten und auch innerhalb von 7 Tagen beides zu schaffen, wollten wir mit einem kleinen Propellerflugzeug für überraschend wenig Geld auf die Insel Mana (in den Mamanucas) fliegen.
Genau das haben wir dann auch nach einer Nacht in einem der günstigsten Backpacker Beach Escape Villas (FJ-$ 18,- = ca. EUR 10,- p.P.p.N.) gemacht, die wir je hatten. Und man muss sagen, dass wir für wesentlich mehr Geld schon viel schlechtere Unterkünfte gesehen haben. Am nächsten Tag (der auch mein Geburtstag war) sind wir also mit einer kleinen 2-Propeller-Maschine von Pacific Sun losgeflogen. Das beste war, dass ich als Geburtstagskind vorne neben dem Piloten sitzen durfte. Mit Piloten-Kopfhörern und perfektem Ausblick nach vorne ausgestattet war sowohl der Ausblick auf die vielen kleinen Inseln von Riffs von oben als auch die Landung auf der Kies-Piste ein echtes Erlebnis.
Der Flug war in vielerlei Hinsicht cool: Weil auf der Insel kein Personal zum Gepäck-Ein und -Ausladen vorhanden ist, schickt die Airline mit dem ersten Flieger einen Mitarbeiter auf die Insel und lässt ihn dann am Abend wieder abholen. Insgesamt landet die Maschine aber nur 4 Mal am Tag. Dass dies nur einer von absolut typischen fijianischen Jobs ist wurde uns nach und nach klar (auch nachdem die Einkäufe von einem extra-Mitarbeiter eingetütet wurden). Der nette Gepäckmann names Moses hat uns dann noch zu einem abgelegeneren Strand geführt (sofern man davon bei einer kleinen Insel sprechen kann), an dem man perfekt Schnorcheln konnte. Dort am Sunset Beach gab’s dann auch improvisierten Geburtstagskuchen und ein paar Luftballons.
Nach einem Besuch am Tuilawa Lookout und einem Mittagessen im Mana Lagoon Backpacker sind wir dann auf die Fähre von South Sea Cruises und haben übergesetzt nach Bounty Island. Bounty ist einer der wenigen Schnittpunkte der beiden Fähren von den Mamanucas (Tiger IV von South Sea Cruises) und dem Yasawa Flyer von Awesome Adventures. Deshalb haben wir dort übernachtet um am nächsten Morgen in die Yasawas aufzubrechen. Die Insel ist eher klein und sehr idyllisch. Warum man aber einen Pool direkt auf den Strand baut, ist mir auch nach reiflicher Überlegung nicht ganz klar geworden. In jedem Fall gab es am Abend zum Ausklang des Geburtstages in der Südsee noch eine Runde Cocktails am Strand…
Der Yasawa Flyer (gelber Katamaran) hat uns dann am Dienstag bis an das nördliche Ende seiner Route auf die Insel Nacula mitgenommen. Ziemlich cool ist es immer, wenn der Flyer bei den verschiedenen Inseln anhält um Gäste aufzunehmen oder aussteigen zu lassen. Da die Inseln meist von sehr flachem Wasser umgeben sind, kommen stets die kleinen Motorboote der Resorts und Backpackern aus allen verschiedenen Richtungen auf den großen Katamaran zugefahren und reihen sich dann nacheinander ein um Gepäck und Gäste auszutauschen.
Angekommen auf Nacula (genauer der sehr guten Nabua Lodge) haben wir zuerst einmal Mittagessen bekommen. Alle Hostels haben hier in der Regel Vollpension. Bei einem Preis von FJ-$ 40,- bis 65,- mehr als fair. Das Essen war beinahe ausnahmslos ziemlich gut. Allerdings muss man auf durchgängigen Strom (nur zwischen 18 und 22 Uhr) und warmes Wasser beim Duschen verzichten. Trinkwasser gibt es auf den Inseln inmitten des türkis- bis tiefblauen Pazifiks aus der Regentonne. Ansonsten ist die Landschaft die reinste Idylle: Palmen soweit das Auge reicht. Dann noch weißer Sand, die ein oder andere Hängematte und natürlich das vollkommen klare Wasser.
Schnorcheln kann man bei fast allen der Strände direkt im seichten Wasser. Seegras und leider oft schon recht tote Korallen gibt es sehr oft. Viele bunte Fische ebenfalls. Ein Ausflug zur berühmten Blue Lagoon hat leider auch viele tote Korallen zum Vorschein gebracht. Viel Farbe war nicht mehr zu sehen. Ganz anders als in den Whitsundays zum Beispiel. Allerdings waren dort auch teilweise geschützte Marine-Parks vorhanden, die die Korallenbestände im Auge behalten und schützen…
So abgeschieden die Lage der kleinen Inseln ist, umso weniger verwunderlich ist die Herkunft des Begriffes der “Fiji-Time”. Der Begriff wird von den Insulanern (auf allen Inseln) regelmäßig benutzt um den westlichen Urlaubern klar zu machen, dass es hier auf alles ankommt, aber nicht auf Pünktlichkeit! So kann 18:00 Uhr “Fiji-Time” so ziemlich alles zwischen 18:05 und 19:00 Uhr in “English Time” bedeuten. ![]()
Das zweite Wort, das einem immer und überall begegnet ist “Bula” (”Willkommen”, “Hallo”). Es wird auch erwartet, dass man es selbst benutzt und nicht etwa in ein “Hi” oder “Hello” zurückfällt…
An einem Abend gab es auch eine traditionelle Runde Kava. Das ist ein Getränk der Ureinwohner. Dank einer Privatstunde im Kokusnussknacken auf Insulaner-Art hatten Fabi und ich dadurch, dass unsere Namen bekannt waren das Privileg als Chief (Fabi) und Spokesman (ich) die Kava-Zeremonie zu “leiten”. Lustigerweise darf der Chief nur als erster trinken, während der Spokesman bestimmt wieviele Runden Kava es gibt. Logisch dass ich zweimal hab nachschenken lassen, oder - für alle…
In der Nabua Lodge haben wir auch 3 nette Schwedinnen und 2 Schweden kennengelernt mit denen wir die Abende bei Kartenspielen (Cheat, Picken, King of Clubs) verbracht haben. Die 5 sind für ein knappes Jahr unterwegs, wollen die meiste Zeit in Neuseeland arbeiten, aber auch in Australien reisen. Sie haben ihre Weltreise mit 3 Wochen auf Fiji gestartet, was ziemlich bemerkenswert ist. ![]()
Nirgendwo wie in den Backpackern auf Fiji habe ich bislang so unterschiedliche Reisegeschichten gehört. Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt: Leute die ihre Jobs kündigen um ein Jahr um die Welt zu reisen. Leute, die nach Fiji ziehen und Besuch bekommen und dann herumreisen. Deutsche Auswanderer in Neuseeland, die jährlich eine längere Reise in einen anderen Erdteil unternehmen. Diplomarbeiten über die zersplitterte sozio-ökonomische Kultur von Fiji für eine schweizerische Uni. Weltreisen rechtsrum und linksrum um die Erde. In 6 Monaten oder 2 Jahren - es ist einfach alles dabei. Da wird man manchmal selbst als (bislang glücklicher) Wochenend-reisender Forschungspraktikant ein kleines bisschen neidisch…
Nach zwei Nächten sind wir dann für zwei weitere Übernachtungen auf die Insel Matacawa Levu übergesetzt. Im Long Beach Resort hatten wir Gesellschaft von ein paar Engländern. Nach der ersten Nacht war allerdings nur noch einer übrig. Somit hatten wir quasi den gesamten Südteil der Insel für uns. Ziemlich entspannt…
Das Resultat des wohl entspannendsten Urlaubs der letzten 4-5 Jahre sind: 18 (handgeschriebene) Postkarten, ca. 800 gelesene Buchseiten (verteilt auf zwei komplette Bücher), 3 neu gelernte Kartenspiele (bzw. Varianten), eine Profi-Technik zum Kokosnuss knacken, eine Menge Stunden in Hängematten, ein ziemlich guter Teint ohne größeren Sonnenbrand, ein Paar verlorene Flipflops, 7 Tage ohne Internet, mehr als 300 ungelesene Emails, etwas mehr als 2500 Fotos, 1001 neue Erlebnisse und natürlich ein ziemlich relaxter Torben…
Und sonst…?
Wieder in Brisbane angekommen hat sich ein wenig schönes Bild ergeben: Regen in Brisbane! Von 32°C in Nadi hat sich die Temperatur direkt auf 16°C halbiert…
Jetzt steht eine Menge Arbeit an, um die letzte Phase meiner Masterarbeit so abzuschließen, wie ich es geplant habe. Die nächste Reise steht daher erst Mitte September in den Kakadu National Park bei Darwin an…
Weitere 17km gespickt mit Wasserfällen: dieses Mal im Lamington National Park
Nachdem wir bereits im Springbrook National Park einen Walk von 17km mit einigen hübschen Wasserfällen gesehen hatten ging es am vorletzten Wochenende für eine Tagestour in den größeren, bekannteren aber nicht unbedingt besseren Lamington National Park.
Auch hier haben wir uns einen Walk von 17km vorgenommen (Toolona Creek Circuit), der statt der angegebenen 6 Stunden problemlos mit Pausen in unter 5 Stunden zu schaffen war. Wir hatten am Ende sogar noch genug Tageslicht für den (empfehlenswerten) Tree Top Walk: einer Reihe von verbundenen Hängebrücken aus Holz, die durch verschiedene Baumkronen führen.
Ab in den Süden: Tasmanien, Phillip Island & Melbourne
Vorletzten Samstag ging es früh morgens los in den (kalten) Sueden. Bei dem lokalen Discounter hatte ich mich zuvor extra noch mit billigen aber dafür warmen Klamotten eingedeckt.
Am Flughafen hatten wir dann allerdings zum ersten mal Pech mit einem Flieger von Virgin Blue: 1 Stunde Verspätung - und das bei dem engen Zeitplan. So hatte mein Reiseführer uns doch wortwörtlich gewarnt (siehe Foto):
Behandeln Sie Tasmanien nicht als 3-tägiges Anhängsel Ihrer Australien-Reise!
Aber da man es ja besser weiss, stand der Plan schon seit Wochen fest: 3 Tage Tasmanien (komplette Route), 1 Tag Phillip Island (Pinguin-Insel) und 1 Tag Melbourne. Da konnte auch der roteste Hinweis im Reiseführer nichts mehr dran rütteln (und natürlich erst recht keine noch rotere Airline)…
In Hobart angekommen haben wir direkt am Flughafen unseren Mietwagen (Mitsubishi ES380 mit 3,8l V6) für die kommenden drei Tage abgeholt und sind Richtung Innen”stadt” sowie der nahe gelegenen Berge Mt Nelson und Mt Wellington gefahren. Die ersten Stunden waren noch mit ein ganz paar leichten Schauern durchzogen. Aber am späten Nachmittag kamen blaue Flecken zum Vorschein. In Hobart haben wir eine Tour durch die Stadt gemacht und unter anderem die Salamanca-Märkte besucht auf denen wir auch zwei leckere aber - zu Fabi’s Unglück - Rosinen-lastige Kuchen für die weitere Reise eingeladen haben.
Und ja, ich habe mir neue Schuhe gekauft! Die blauen Sneaker waren im ersten Schauer noch auf dem Flughafen schon so durchnässt, dass ich in Hobart ein schickes Paar wandertauglicher Schuhe im 75%-off Sale erstanden habe. Die Entsorgung der Schuhe folgte nicht undokumentiert im Mülleimer direkt vor dem Schuhladen…
Bevor wir noch am selben Abend Richtung Norden losgefahren sind, sind wir auf den Gipfel des Mount Wellington (1271 m) gefahren. Dort lag sogar noch Schnee. Also habe ich’s tatsächlich geschafft, Schnee in Australien zu sehen und zu fühlen…
Der Weg über den Highway war in der Dunkelheit teilweise doch interessant. Man ist über lange Strecken keiner Menschenseele begegnet. Wallabies, Opossums und anderes Getier gab es allerdings sowohl lebend als auch geplättet in Massen. Verglichen mit anderen australischen Highways war die Wilddichte extrem hoch!
Übernachtet haben wir dann in Derwent Bridge. Dort haben wir in einem Art grossen Baucontainer, der “ausgebaut” war zu einzelnen Kabinen mit Bett, Tisch, Heater(!) und sonst nicht viel. Komfortabel ist etwas anderes, aber dafür dass bei allen ausser einer Kabine die Heater funktioniert haben war es eine akzeptable Unterkunft (meine war nicht kaputt…
).
Morgens mussten wir dann den Hotelbesitzer aus dem Bett klingeln um auszuchecken und unsere Deposit wiederzubekommen. Aber dafür war der Weg zum ersten Nationalpark (Lake St Clair NP) nicht weit: in 5 Minuten waren wir schon da. Und das Beste: wir hatten strahlend blauen Himmel über Tasmanien! ![]()
Im Nationalpark ergab sich ein beeindruckendes Bild: ein halb im Nebel versunkener See mit gletscherbedeckten Bergen im Hintergrund. Ausser sie zu beschreiben, sind diese Bilder noch schwieriger adäquat zu fotografieren. Dennoch gibt es einige Bilder vom See und dem Walk weiter unten…
Übrigens muss man sich in den tasmanischen Nationalparks in der Regel für die Walks registrieren und hinterher auch wieder austragen, damit im Zweifelsfall bekannt ist, wer sich irgendwo verlaufen hat. So etwas wie Handynetzabdeckung ist nämlich ausser in Hobart ein Fremdwort. In 3 Tagen hatten wir nur ein paar Stunden Netz.
Für den ersten Nationalpark hatten sich am Tag zuvor genau 2 und am vorletzten Tag überhaupt keine Besucher eingetragen. Mit uns 5 hat es also vermutlich für einen neuen Wochenbesucherrekord gereicht…
Wir sind dann am selben Tag weitergefahren zum Cradle Mountains National Park. Auf dem Weg sind durch Queenstown gefahren um zu tanken. Das war nach einigen hundert Kilometern so ziemlich die erste Tankstelle seit Hobart (mit astronomischen Literpreisen). Auch sind wir an einem unglaublichen See (Lake Burbury) vorbeigekommen, der ein komplettes Spiegelbild des ohnehin schon tollen Panoramas gezeigt hat (siehe Foto).
Angekommen im Park sind wir auf einen Walk zum Lake Dove aufgebrochen. Im direkten Vergleich war der Lake St Clair allerdings schon der schönere von beiden.
Im Dunkeln standen wieder ein paar hundert Kilometer bis nach Coles Bay an. Dort erwartete uns schon ein Briefumschlag mit Schlüssel drin für die Tür zu unserem ersten privaten YHA! Wir waren an dem Abend wirklich die Einzigen in dem Hostel und hatten alles für uns alleine: Winter in Tasmanien eben…
Am nächsten Morgen ging es dann in den Freycinet National Park, genauer zur Wineglass Bay. Ein mittellanger Walk führte uns zuerst zu einem Lookout auf die idyllische Bucht und dann zum Strand selbst. Wenn man die Bucht sieht und sich die Temperatur wegdenkt könnte sie dank dem kristallklaren Wasser problemlos auch in den wärmeren Regionen der Südsee liegen.
Nach dem Mittagessen am Leuchtturm haben wir noch ein tolles Photo-Stitch 360°-Panorama gemacht:
Die letzte Etappe ging dann nach Port Arthur, wo wir schon im Dunkeln eine Ghost-Tour mitgemacht haben. Port Arthur sind Ruinen eines alten Gefängnisses für die schlimmen Fälle. Abends gibt es Guides, die im Laternenschein durch die Ruinen führen und teilweise lustige, teilweise gruselige Geistergeschichten erzählen die anderen Leuten (angeblich) tatsächlich widerfahren sein sollen. Es war jedenfalls sehr unterhaltsam und kurzweilig - auch wenn man mit einem nicht ganz so mystischen Weltbild ausgestattet ist.
Die letzte Nacht vor dem Flug nach Melbourne sind wir dann in einem Caravan Park in Seven Mile Beach untergekommen. Das liegt direkt am Flughafen Hobart und wir hatten dort eine Cabin, was einer Art Wohncontainer für eine Familie gleichkommt. Im Gegensatz zu den letzten Containern war dieser allerdings sehr komfortabel. Mit Fernseher, Klimaanlage/Heizung, vollwertiger Küche, Dusche und 6 Betten war alles da was man brauchte. Und für AU-$130,- auch alles andere als teuer…
Hier ist nun eine Auswahl aus ca. 3500 Tasmanien-Fotos mit 6 Kameras über 3 Tage.
Ich dachte ich sag’s vorher: Die Verletzung an meinem Kinn kommt von keiner Schlägerei, sondern von einem Sprung in einen Pool von dem ich besser hätte wissen sollen wie tief er wirklich ist…
Der Flug von Hobart nach Melbourne ging am frühen Dienstagmorgen dann problemlos über die Bühne. Mit einem frischen Mietwagen (Toyota Camry) ausgestattet haben wir uns schließlich aus Melbourne herausgekämpft und sind die ca. 150km nach Phillip Island aufgebrochen. Die Insel ist insbesondere für zwei Sachen bekannt: die Moto-GP Grand Prix-Rennstrecke und kleine süße Pinguine. Da es für Motorradrennen gerade zu kalt ist und die anderen Mitreisenden ohnehin für Motorsport nur bedingt zu begeistern sind, haben wir uns auf die Pinguine konzentriert.
Die nette Insel hatte aber auch noch ein paar andere Dinge zu bieten: Zum einen eine kleine angeschlossene Insel (Churchill Island), die über die komplette Fläche eine traditionelle Farm beherbergt. Dann einen schönen Walk zum Cape Woolamai. Weiter gibt es auf der Insel einen Tierpark mit Koalas und eine sehr moderne Beobachtungsstation für Seehunde (Nobbies). Bei letzterer konnte man eine Kamera fernsteuern, die auf einer etwa 1,5km vorgelagerten Insel installiert ist. Die kleine Insel ist voll mit Seehunden und man kann sich das Geschehen auf einem großen Flachbildschirm ansehen. Ganz nett, aber nicht so cool wie mit einem Fernglas wenn ihr mich fragt…
Die Pinguine als Hauptattraktion haben sich dann nach Einbruch der Dunkelheit blicken lassen. Man kann die putzigen kleinen Tierchen von einem Boardwalk aus beoabachten, wie sie in Gruppen von 20-30 Pinguinen an Land kommen, über den Strand watscheln und sich dann in ihre Höhlen verziehen, davor stehen bleiben, verzweifelt nach der richtigen Höhle suchen oder sich im Eingang irren. Gerade letzteres ist recht weit hörbar… ![]()
Was jedoch leider nicht möglich ist: Fotografieren. Alle 10m steht ein Ranger, der pingeligst genau darauf achtet, dass man auch ja keine Cam zückt. Nicht einmal mit ausgeschaltetem Blitz ist es erlaubt. Das ist leider etwas schade…
Nichtsdestotrotz gibt es hier ein paar Bilder vom Tag auf Phillip Island:
Der letzte Tag hat uns dann zurück in die Zivilisation geführt: Es gab eine Stadttour durch Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne. Nach Übernachtung im Metro YHA Melbourne sind wir morgens Richtung City los. Auf dem Plan standen unter anderem eine Runde um den Stadtkern mit der City Circle Tram, ein Besuch im Old Treasury Building mit einer Ausstellung über die Stadtgeschichte mit Schwerpunkt auf der Zeit des Goldrausches um 1850, Schlendern über die Bourke St Mall, und durch Chinatown.
Besonders herauszuheben ist dann noch der Besuch der (kostenlosen!) Führung durch Victoria’s State Parliament House (Landesparlament) von unserer Führerin Lee! Die gesamte Führung war extrem kurzweilig dank äußerst trockenem Humor und beinahe sarkastischen Kommentaren zu historischen und aktuellen politischen Vorgängen die in Verbindung mit dem Parlament und Politik im Allgemeinen stehen. Prädikat: Absolut empfehlenswert!
Dann haben wir noch eine Ausstellung mit dem Titel “Pixar: 20 Years of Animation” im Australian Centre for the Moving Image besucht. Auch wenn das nicht unbedingt typisch australisch ist, war es super-interessant einmal zu sehen wie ein moderner Animationsfilm entsteht und das Kunst immernoch vor der Computertechnik steht…
Den Sonnenuntergang haben wir schließlich über den Dächern Melbournes auf dem Eureka Skydeck bestaunt. Ähnlich wie in Surfers Paradise kann man in Melbourne Southbank in den 88. Stock eines Hochhauses fahren und ein 360° Panorama genießen.
Noch am Abend ging es dann für Fabian und mich wieder zurück nach Brisbane während Alex, Glenn, Max und Krissi mit dem Mietwagen noch bis Ende derselben Woche auf der Great Ocean Road bis nach Adelaide gefahren sind.
Und sonst…?
In der Zwischenzeit war ich noch für eine Tagestour im Lamington National Park. Dazu folgt sicher noch ein kleiner Blogeintrag.
Morgen früh geht es dann für Fabi, mich und Georg für 7 Tage ins Paradies nach Fiji. Habe mir extra neue Flipflops gekauft, die nur darauf warten den Sand der vielen kleinen korallenumringten Inselchen zu spüren…
Gemeinsam mit der Bundesliga bricht auch gerade die neue Sandkastensaison an! Ich kann jedem, der es noch nicht kennt nur ans Herz legen, sich die Sandkastenliga einmal zu Gemüte zu führen.
Es gibt eine ganze Reihe neuer Sachen für diese Saison. Das Wichtigste: Der Sandkastenpokal - einen Pokalwettbewerb zwischen den Mannschaften über alle Ligen hinweg (bis zur Oberliga). Das verspricht in jedem Fall Spannung…
Nachdem meine Fotogalerien nun einen ansehnlichen Umfang erlangt haben, habe ich für euch ein Zufallsbild-Widget in die Sidebar hinzugefügt, das sich sogar per Ajax neu laden lässt.
Für die Geeks unter euch: ich verwende eine XSLT-Transformation um aus dem Picasa XML Code einen standardkonformen RSS-Feed (Beispiel-Feed für das Ayers Rock-Album) zu generieren. Das Sidebar-Widget basiert auf einer modifizierten Version des Picasa Web Album Widgets, die auch um jQuery-basierte Ajax-Reloads erweitert wurde.
BOINC (finally) got style…
BOINC undoubtedly had style since its early days. But rather in a scientific, maybe even inspiring way than in a visual way. Now check out this official new and - best of all - cool logo by Michal Krakowiak:

It happened only recently that projects like QMC@Home or entire BOINC-based frameworks such as Gridrepublic came up with stylish versions of the standard BOINC UI. Now, even the official site became kind of neat with a conservative but yet unobtrusively stylish look.
Also the useless but skinnable simple GUI variation available since BOINC v5.8 improves BOINC’s sweetness. And as a big fan of Trac I almost gave a party when BOINC development switched to use it as new platform for configuration and version management. Those guys even skinned it in a custom way! (which is remarkable…
)
What I meant to say: functionality is crucial for a distributed computing application such as BOINC. But guys: if you want to make BOINC mainstream you simply have to make it look cool and make it work as it does.
BOINC lives and dies with its users. In times of fancy-looking Mac OS X and Vista you cannot afford losing users because of websites in late-90ies Frontpage-style and GUIs making you think you’re back in Win 3.1.
So folks in Berkely, even though this whole post sounds a little superficial (it’s meant to be
): get it on and get us some cute stuff.
(Ever thought of Ajaxification of the BOINC server software…)
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