Als Inkasso-Kunde bei Kabel Deutschland – Ein Leben am Abgrund? Wohl eher nicht… [Update]

Kabel Deutschland hat die Schlammschlacht eröffnet! Ab jetzt (Schreiben vom 16.09.2008) bin ich offiziell vogelfrei… 😉

Meine bisherige Geschichte über die miesest mögliche Service-Qualität und Behandlung von Kunden in hiesigen Landen ist ja bereits entsprechend dokumentiert. Jetzt geht es in die nächste Runde. Ich würde mich üblicherweise als einen der Vernunft geschuldeten Menschen bezeichnen und sehe durchaus meine eigenen Fehler ein, für die ich auch (finanziell) einstehe. Den einzigen Fehler den ich in Bezug auf Kabel Deutschland jedoch begangen habe, ist nicht schon bei den ersten Anzeichen einen anderen Anbieter zu wählen!

Zurück zur Sache. Hier die Fakten über mein Vertragsverhältnis mit KD seit Vertragsbeginn (Ende Februar 2008):

  • 18. Januar 2008: Schriftlicher Auftrag per Email an den externen Vertriebsmitarbeiter Herrn Rieger für analoges Fernsehen (Komfortanschluss) und Internet (Deluxe Flat)
  • 15. Februar 2008: Unnötiger Technikerbesuch
  • 16. Februar 2008: Kündigung aller meiner Verträge mit KD durch mich
  • 26. Februar 2008: Schriftlicher Widerspruch wg. erfundener 50,- EUR Anschlussgebühr für „Komfortanschluss“ (Einschreiben mit Rückschein: 29. Februar 2008)
  • 3. März 2008: Nichtssagender Versuch einer Rechtfertigung der Anschlussgebühr, auf die nie hingewiesen wurde durch KD
  • 5. März 2008: Erneuter Widerspruch meinerseits (schriftlich)
  • 11. März 2008: Antwortschreiben durch KD (insgesamt nur eine Zeile Text, die auch noch voller Rechtschreibfehler ist).
  • 13. März 2008: Gutschrift auf Kundenkonto i.H. des Phantasiebetrags von 25,90 EUR
  • 19. März 2008: 1. Zahlungserinnerung durch KD über den Betrag von 57,20 EUR
  • 27. März 2008: 3. Widerspruch meinerseits (schriftlich)
  • 9. April 2008: Erneuter Versuch einer Rechtfertigung der erfundenen Bereitstellungsgebühr durch KD
  • 16. April 2008: Schriftliche Rückfrage nach der Kündigungsbestätigung (durch mich)
  • 16. April 2008: 4. Widerspruch meinerseits (schriftlich)
  • 13. Mai 2008: Kündigungsbestätigung (nur für Internet, nicht für den Kabelanschluss obwohl ebenfalls gekündigt)
  • 3. Juni 2008: 1. Mahnung und Androhung der Anschlusssperrung (Höhe: 73,60 EUR)
  • 5. Juni 2008: Obwohl KD auch meiner 4. Aufforderung nach korrekter Rechnungslegung nicht nachgekommen ist, habe ich selbst den Taschenrechner gezückt und die normale mtl. Gebühr i.H.v. 10,63 EUR rückwirkend für den gesamten Vertragszeitraum überwiesen; ab hier zahle ich auch mtl. exakt 10,63 EUR per Überweisung
  • 7. Juni 2008: Aufforderung zur Beantwortung des Schreibens vom 16.4. sowie 5. Widerspruch (durch mich)
  • 16. September 2008: Mitteilung der Übergabe an ein Inkassobüro durch KD

Jetzt warte ich erstmal bis sich das Inkassobüro bei mir meldet. Denen erkläre ich dann gerne noch einmal die Geschichte von vorne bis hinten. Ich befürchte allerdings, dass mir nichts anderes bleibt als zum ersten Mal in meinem Leben zum Anwalt zu gehen. Nennt mich stur, aber wer als Unternehmen versucht, mich seit der ersten Minute so hinters Licht zu führen (und das ist bewusst freundlich formuliert!) bekommt wahrhaftig kein Verständnis von mir entgegengebracht.

Um die 50 Euro geht es mir schon lange nicht mehr, denn das was jetzt kommt ist mit Sicherheit deutlich kostenintensiver…

[Update] Der Fall ist endlich geklärt.

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2 Gedanken zu “Als Inkasso-Kunde bei Kabel Deutschland – Ein Leben am Abgrund? Wohl eher nicht… [Update]

  1. Schwarzenberger

    Wahrscheinlich wissen Sie schon, wie es weitergeht. Ein Inkassobüro fordert in schroffem Ton eine Phantasiesumme. Darauf zu antworten ist sinnlos, denn schon nach drei Tagen meldet sich die Anwaltskanzlei Schneider und velangt in wirklich unverschämten Ton noch mehr Geld. Mein Rat: Gar nichts tun! Die Kanzlei droht nun noch einmal mit Gericht, Mahnbescheid, blah blah blah.
    Jetzt die Nerven behalten! Inkasso- Schneider zieht nicht vor Gericht. Er bietet nun Ratenzahlung an – aber streng befristet. Na ja, dann verlängert er noch einmal und bietet niedrigere raten an. Offenbar weiss er nicht, dass er nun unseren Respekt völlig verloren hat. Wir lehnen uns zurück. Das wars für uns. Schneider hält sich schadlos an denen, die aus Angst bezahlen.
    Das eigntliche Problem ist Kabel Deutschland. Die übernehmen vor einigen Jahren das Kabelfernsehnetz und die Kunden der Post/Telekom. Mit viel zu wenig und noch dazu unterbelichtetem Personal können sie das ganze nur so lange geräuschfrei betreiben, wie es kein Problem gibt. Für Kundenbetreuung ist kein Geld und auch kein Personal da. Ein einfacher Wohnungswechsel, eine ausserordentliche Kündigung oder nur eine schlichte Kundenanfrage bringen nun den Laden völlig aus dem Tritt. Die überforderte Verwaltung macht gar keinen Versuch, auftauchende Probleme zu lösen. Sie verkauft vermeintliche oder wirkliche Forderungen an Inkasso-Schneider. Der gibt dann das Rauhbein – siehe oben. Die eigenlichen Sachverhalte interessiern den natürlich ebenfalls nicht. Kabel Deutschland spart sich Serviceausgaben und Schneider zockt die Dummen ab. So funktioniert Risikooutsourcing.
    (Ich sollte übrigens die Kabelfernsehrechnung eines mir völlig unbekannten Menschen bezahlen. Widerspruch zwecklos.)

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