Benzinverbrauch auf der Langstrecke – Verbrauch bei 150, 170 und 200 km/h?

Schon seit einigen Jahren kommt es durchaus öfter vor, dass ich die 500 km zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet per Auto fahre. Zunehmends passiert das in letzter Zeit auch in Mietwagen. Kürzlich war die Freude recht groß, als ich für meine Fahrt ein wirklich nettes BMW 1er Cabrio zugewiesen bekam. Die Freude war aber schnell vorbei als das Dach zu war und die A2 kam: Der Spritverbrauch des 120i war eine absolute Katastrophe!

Ich habe wie gesagt die Vergleichsmöglichkeit. Und einen solchen Durst hätte ich bei einem brandneuen Triebwerk mit „nur“ 170 PS nicht erwartet. Insgesamt habe ich für Hin- und Rückfahrt (1046 km) im Durchschnitt fast 13 l pro 100km verfahren. Und das auch nur weil ich die Fahrt mittels Tempomat auf 180 km/h eingebremst habe.

Letzten Endes ist mir dann folgender sehenswerter Ausschnitt aus Top Gear wieder eingefallen:

Auch wenn die Kommentare von Jeremy Clarkson normalerweise nicht allzu ernst zu nehmen sind. Hier trifft er den Nagel auf den Kopf:

It isn’t what you drive that matters. It’s how you drive it! That is everything…

Aber heißt das nun, dass man einfach langsamer durch die Gegend zuckeln soll? Nicht zwangsläufig: es heißt vielmehr, dass ein Auto nicht „viel“ oder „wenig“ verbraucht. Ein Auto verbraucht „viel“ oder „wenig“ abhängig vom Fahrstil. Natürlich braucht man mehr Sprit, wenn man zügiger fährt. Aber es gibt Autos, die unangemessen viel bei hohen Geschwindigkeiten verbrauchen verglichen zu anderen. Das hat der 120i eindrucksvoll demonstriert.

Das Erschreckende an dieser Erkenntnis ist, dass man nicht einfach das Auto einer Leistungsklasse (150 PS, 200 PS, 250 PS, …) kaufen kann, das den niedrigsten Verbrauch auf dem Papier hat. Was es also grundsätzlich bräuchte ist ein Vergleich wie diesen hier (leider aus dem Jahr 2006 und nur wenige Fahrzeuge abdeckend).

Was also tun wenn man auf der Suche nach einem vernünftig motorisierten Untersatz mit akzeptablen Verbrauch ist? Wirklich Rat weiß ich nicht… 😐

(Zumal zwischen Benziner und Diesel bei hohen Geschwindigkeiten auch wieder Welten beim Verbrauch liegen…)

4 Gedanken zu “Benzinverbrauch auf der Langstrecke – Verbrauch bei 150, 170 und 200 km/h?

  1. Sebastian

    Ich hatte mal vor einiger Zeit für eine längere Strecke einen 3er BMW. Bei hohen Geschwindigkeiten hat er wie von dir beschrieben weit über 10l/100km verbraucht. Hat man sich aber auf vernünftige 130km/h beschränkt, so lag der Verbrauch bei akzeptablen 7-8l. Fazit: Du wirst deinen Fahrstil ändern müssen, wenn du Benzin sparen willst.

  2. Automarken News

    Also ich hab jetzt einen BMW 320d Touring und dieser hat bei 160 km/h nicht mehr wie 6,5 Liter verbraucht. Das selbe ist mir beim BMW 320 Coupe aufgefallen, dass ab 160 km/h der Verbrauch stark nach oben ging, aber bis dahin sehr zufriedenstellend war.

  3. nysi

    Hallo,ich würde gerne wissen,wen man auf 100km mit einen Audi fährt der auf 100 kmh 6 L verbraucht,wieviel verbraucht man mit den selben Auto wen man 200 kmh auf 100 km fährt??Bitte um antworttt

  4. Slubice

    Der größere Verbrauch bei so hohen Geschwindigkeiten ist ja auch ein gutes Argument für die Einführung eines Tempolimits bei 120kmh. Ich verstehe dabei auch die logik vieler Autofahrer nicht, die sich über zu hohe Spritpreise beschweren, dann aber auf der Autobahn vollgas geben, nur um vielleicht 10 Minuten schneller irgendwo zu sein, obwohl sie es eigentlich gar nicht eilig hatten.
    Was meint ihr?

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