BOINC
BOINC steht für die Berkeley Open Infrastructure for Network Computing und wird von vielen am ehesten mit SETI (oder SETI@Home) verbunden. Doch BOINC ist eigentlich viel mehr: Es handelt sich um eine Plattform bei der Privatleute rechenintensive (meist) wissenschaftliche Projekte mit wenig Aufwand unterstützen können. Diese Unterstützung kann als Spende angesehen werden. Wobei diese Art von Spende in Form von Rechenleistung erfolgt. Die Grundidee rührt daher, dass jeder PC einen Großteil seiner Zeit eigentlich nicht arbeitet. Salopp gesagt werden die vielen “Gigahertz” heutiger Prozessoren eigentlich nur genutzt (und gebraucht) sobald gerade Last auf dem System ist. Das ist jedoch verglichen mit der täglichen Laufzeit eines Computers nur sehr selten der Fall.
Für BOINC werden eine Reihe von interessanten und weniger interessanten Projekten angeboten, an denen man sich beteiligen und Rechenleistung seines PCs für sie spenden kann. Das Schöne daran ist, dass man selbst entscheiden kann, ob man nach Aliens suchen (bei SETI@Home), Heilungsmethoden gegen AIDS oder Krebs ermitteln (beim World Community Grid), Auswirkungen des Klimawandels und der globalen Erwärmung untersuchen (bei Climateprediction) oder zur Grundlagenforschung in Chemie und Biologie beitragen (z.B. SIMAP oder QMC@Home) möchte. Man kann sogar mit demselben Computer an mehreren Projekten teilnehmen und somit zu verschiedenen Projekten spenden.
Unser Beitrag
Unsere (verteilte) BOINC-Farm
Es gibt neben den “normalen” BOINC-Usern, die zwischen 1 und 3 Rechnern mit BOINC betreiben auch eine kleine Minderheit von Leuten, die sogenannte BOINC-Farmen (auch “BOINC-Cluster”) betreiben. Es wird also eine kleinere Anzahl von Rechnern nur für BOINC alleine 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche betrieben.
Auch hier gibt es wieder zwei Gruppen von Leuten: Die einen sind auf reine Credit-Hascherei aus – die anderen sehen den wissenschaftlichen Nutzen der beteiligten Projekte im Vordergrund. Im Grunde macht es keinen großen Unterschied, welcher der beiden Gruppen man angehört. Schließlich sind die letzteren nur dahingehend besser/überhaupt informiert, wofür man sich so engagiert beteiligt. Vom reinen Nutzen her betrachtet leistet ja niemand weniger – auch wenn es aus “niederen Motiven” geschieht.
Nichtsdestotrotz zählen wir uns zu denjenigen Usern, die kontinuierlich reflektieren welchen Nutzen ein Projekt hat und welches evtl. besser sein könnte. Deshalb betreiben wir derzeit zwischen 10 und 15 Rechner (die Hälfte davon 24/7) zur Unterstützung der BOINC-Projekte SIMAP, QMC@Home, Einstein@Home und SETI@Home. Die Auswahl der Komponenten der Rechner ist mit Hinsicht auf Energieeffizienz gefällt worden.
Zum Management unserer Farm (zumindest des größten Teils) verwenden wir unser familieninternes Extranet über einen dauerhaften VPN-Tunnel (mit OpenVPN) zwischen den Netzwerken in Bochum und Potsdam. Desweiteren gibt es eine gute Software namens BoincView (siehe Screenshot), die es ermöglicht mehrere BOINC-Rechner gleichzeitig per remote zu monitoren und konfigurieren.
Die meisten BOINC-Rechner der Farm laufen diskless (ohne Festplatte) & headless (ohne Monitor, Tastatur & Maus) mit BOINCpe und sparen so Energie. Dabei handelt es sich um eine eigens von uns entwickelten modifizierten Variante von BartPE.
Das inoffizielle BOINC Wiki
Da viele Sachen rund um BOINC von offizieller Seite noch sehr unausgegoren und teilweise schwer verständlich sind, gibt es ein Wiki-Projekt das es sich zur Aufgabe gemacht hat alle Zusammenhänge um BOINC möglichst verständlich und umfangreich zu erklären und zu dokumentieren. Daher schreibe ich beim inoffiziellen BOINC Wiki (englischsprachig) als User Torben Schreiter mit.

2007-06-27 at 3.53 pm
I just read your page after Google translated it into English…or what they claim is english
Those of you lucky folks where english is NOT your only language must ROTFLOL when reading Google’s english translation! Ha! HA!
2007-06-27 at 4.00 pm
I’ve just used your BOINCpe (and stuff) to setup a laptop whose harddrive is dead. It was pretty easy, except for redoing the CD to add UltraVNC.
Next is a desktop whose harddrive died — BOINCpe gives me a reason to bring it back to life.
Thanks!!