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65.330 km + x
Insgesamt 27 Mal bin ich in den 7 Monaten Weltreise von April bis November 2007 in einen Flieger gestiegen. Annähernd anderthalb mal ging es den reinen Kilometern nach also um unseren blauen Planeten. Die tausende Kilometer in Mietwagen und die hunderte Kilometer zu Fuß in Nationalparks sind dabei noch überhaupt nicht eingerechnet.
Nach vielen, vielen Stunden des Aussortierens sind immernoch 17.799 Fotos (59 GB) aus der Zeit übriggeblieben. Üblicherweise fliegen Zwei Drittel aller Fotos weg - also könnt ihr euch ausmalen, wie groß die ursprüngliche Fotomasse einmal war.
Bei den ganzen großen Zahlen ist aber das nicht Messbare wie so oft das Beste: die Freundschaften, die aus diesen 7 Monaten entstanden sind und hoffentlich das ein oder andere Treffen in den nächsten Jahren nach sich ziehen. Über alte Zeiten und Anekdoten gibt es definitiv mehr als genug zu erzählen…
In diesem Sinne: Danke an alle, die dabei waren oder dazu beigetragen haben…
Euer
Torben
P.S.: Mittlerweile sind auch die Verluste der Reise (ein defektes Notebook und eine defekte Armbanduhr) wieder repariert und voll im Einsatz… ![]()
Das war Australien…
- Coffs Harbour
- New England
- North Stradbroke Island
- Moreton Island
- Whitsunday Islands
- Brisbane Forest Park
- Glasshouse Mountains
- Mooloolaba
- Great Keppel Island
- Fraser Island
- Ayers Rock/Kata Tjuta
- Surfers Paradise
- Noosa
- Town of 1770
- Bundaberg
- Springbrook National Park
- Whale Watching (vor der Gold Coast)
- Tasmanien
- Philipp Island
- Melbourne
- Lamington National Park
- Fiji
- Kakadu National Park
…das ist die Liste der Reisen, für die es in 6 Monaten Praktikum von Brisbane aus gereicht hat.
Nachdem weiterhin die 100. Seite meiner Masterarbeit geschrieben ist und sowohl die Riesen-Abschiedssause am Freitag sowie das Oktoberfest hier in Brisbane am Samstag auch überstanden sind, packe ich gerade meine Siebensachen zusammen um weiter zu ziehen.
In ein paar Stunden geht es schon auf nach Hawaii (genauer: Big Island, Maui & Oahu)…
Hier sind die detaillierten Reisedaten für die kommenden Wochen:
- 7.-10. Oktober: Big Island (Hawaii)
- 10.-12. Oktober: Maui (Hawaii)
- 12.-17. Oktober: Oahu (Hawaii)
- 17.-18. Oktober: Roadtrip Los Angeles - San Francisco
- 18.-20. Oktober: Silicon Valley (Palo Alto, Mountain View) & San Francisco
- 21. Oktober: Sequoia National Park
- 22. Oktober: Yosemite National Park
- 23. Oktober: Death Valley / Roadtrip zum Grand Canyon
- 24.-26. Oktober 2007: Grand Canyon / Las Vegas
- 27. Oktober 2007: Mojave-Wüste
- 28.-30. Oktober 2007: Los Angeles
- 30. Oktober - 4. November: New York
- 5. November: Ankunft Düsseldorf
Hier noch das Abschlussbild von meinem Farewell-BBQ, auf dem leider ein paar Leute fehlen die vorher gegangen waren oder später kamen:
Offroad-Safari im Kakadu National Park: Bushcamping zwischen Krokos
Letzte Woche habe ich meine letzten Urlaubstage für einen 4-Tages-Trip in den Norden Australiens genutzt. Zusammen mit Fabian, Tobi & Gero ging es per Flugzeug nach Darwin und von dort in einem gemieteten Jeep in den Kakadu National Park. Der Park ist beinahe halb so groß wie die Schweiz und hat eine Menge zu bieten…
Da wir das ultimative Bushcamping-Erlebnis wollten, haben wir uns einen relativ teuren aber dafür hervorragend ausgestatteten “Outback Camper Plus” bei Australian 4WD Hire gemietet (Toyota Landcruiser, zuschaltbarer Allradantrieb, Schnorchel, 4,2l Diesel ohne Turbo). Insbesondere das Zelt auf dem Dach war ziemlich gut. In nur 2 Minuten aufgebaut hatten 4 Leute einen Schlafplatz: 2 auf dem Dach und 2 im integrierten Vorzelt. Ansonsten hatten wir eigentlich fast alles, was man sonst für 4 Tage Camping weit ab der Zivilisation benötigt: Kompressorkühlbox, Gaskocher, Campingtisch samt -stühlen, Luftmatratzen mit elektrischer Pumpe, Geschirr, etc.. Bei 34°C im Schatten war auch die Klimaanlage echt Gold wert.
Am ersten Tag haben wir als erstes dem Red Lily und Alligator Billabong einen Besuch abgestattet um den Allradantrieb zu testen. Der Haupt-Highway im Kakadu ist asphaltiert und man braucht nicht zwangsläufig einen Jeep dafür. Einige der sehenswerten Stellen sind aber nur über teils sehr lange Allradstrecken zu erreichen. Nach einem Frühstück am Billabong ging es weiter zu den Mamukala Wetlands. Dort auf einen 3km Walk, der an den von Magpie-Gänsen vollgestopften Sümpfen entlang geführt hat.
Da man aufgrund von Krokodilen beinahe überall nicht baden darf, wir uns aber abkühlen wollten sind wir anschließend in den Pool bei Jabiru gesprungen. Jabiru lag auf dem Weg nach Ubirr, wo wir zunächst die Höhlenmalereien der Aborigines und dann den Sonnenuntergang mit einem Wahnsinns-Ausblick über die Wetlands angeschaut haben.
Am ersten Campground (Merl) haben wir dann unsere Steaks auf den stark angerosteten Grill geworfen. Entsprechend eisenhaltig war auch die Kruste… ![]()
Das Camping kostet im Prinzip überall im Park das Gleiche: $5,40 pro Person und Nacht. Das ist ziemlich fair, denn man bekommt auch noch die Benutzung von rustikalen Toiletten/Duschen sowie Mülleimern dafür. Außerdem zahlt man keine Eintrittsgebühr für den Park selbst.
Der nächste Tag war komplett für die Jim Jim und Twin Falls reserviert. Die Wasserfälle gehören zu den größten Attraktionen des Parks. Um dort hin zu gelangen muss man 60km unbefestigte Straße und Offroad-Strecke fahren (und auch wieder 60km zurück
). Größtes Highlight ist die Flussdurchfahrt durch einen Fluss, der etwa 10m breit und 1,20m tief ist. Unser vorderes Nummernschild hat uns die zweite Durchfahrt leider etwas übel genommen und hing seitdem nur noch sehr locker an einer Seite an der Stoßstange…
Die Wasserfälle selbst führten aufgrund der Trockenzeit (Dry Season) leider nur sehr sehr wenig Wasser. Beim Bassin des Jim Jim Wasserfalls hatten wir dann aufgrund des schwierigen Zugangs über viele Felsen vertrauen darin, dass dort keine Krokodile vorhanden sind. Also sind wir eine Runde durch den Plunge Pool geschwommen. Allgemein sind die meisten touristischen Wasserstellen “Crocodile Management Zones”. Das heisst, die Ranger nehmen ein Krokodil aus dem Wasser, falls eins gesichtet wird. Niemand garantiert aber, dass es wirklich keine Crocs dort gibt. Außer auf dem River-Cruise am dritten Tag haben wir in den Seen und Flüssen aber kein einziges wildes Krokodil gesehen. Dennoch erwischt es etwa alle anderthalb Jahre einen Touristen, wenn man den Rangern glaubt.
Von den Jim Jim Falls sind wir dann zu den nahe gelegenen Twin Falls aufgebrochen. Dort lässt man sich mit einem kleinen Boot zu mehreren verbundenen Wasserbecken durch einen Canyon fahren. Dann muss man noch über eine Menge Felsen klettern bis man die Falls (von unten) sehen kann.
Auf der zweiten Campsite (Mardugal) hatten wir uns mit Astrid und Jessica verabredet, die wir schon in Darwin getroffen hatten. Astrid kennen Fabi und ich von unserer Segeltour auf den Whitsundays. Es ist immer super, andere Backpacker einmal mehr in einem ganz anderen Teil des Landes wiederzutreffen… ![]()
Die Mädels hatten keinen 4WD und waren daher mehr oder weniger an die befestigten Straßen gebunden. Touren haben wir deshalb nur eine einzige am nächsten morgen gemeinsam unternommen. Da ging es zum Nourlangie Rock um weitere Höhlenmalereien zu bestaunen.
Noch vor dem gemeinsamen Trip haben wir aber noch den bereits angesprochenen Rivercruise bei Yellow Water gemacht. Das war die erste Fahrt des Tages um 6:45 Uhr. Um die Zeit erwacht gerade die gesamte Tierwelt und man kann laut Empfehlung mehr sehen als bei den späteren Touren. Die Bootsfahrt ist leider auch um diese Zeit sehr stark besucht. Dennoch bekommt man einen außergewöhnlichen Blick auf wilde Krokodile (Freshies & Salties), jede Menge Vögel (Seeadler, Kormorane, Kingfisher, Magpies, etc.) und weite Sumpfgebiete. Gerade die Crocs sind sehr beeindruckend…
Anschließend sind wir weiter in Richtung des Maguk Waterholes gefahren. Auf dem Weg dorthin hatten wir noch die Abfahrt des sonst auf allen Karten nicht verzeichneten Graveside Gorge (Bilkbilkmi) gesucht und auch dank vorab recherchierter GPS-Koordinaten gefunden. Allerdings war die Einfahrt leider zu diesem Zeitpunkt gesperrt. Man findet so gut wie keinerlei Fotos vom Graveside Gorge im Internet. Falls jemand einmal etwas darüber erfährt, wäre ein Kommentar auf diesen Post nett. ![]()
Nach weiteren 12km über unbefestigte rote Wege, gesäumt von tausenden riesigen Termitenhügeln und ein paar Kilometern Felsenklettern sind wir dann wieder beim Wasserfall schwimmen gegangen.
Am Abend sind wir dann noch weiter zu den Gunlom Falls gefahren, wo wir auch übernachtet haben. Dort kann man die Klippen heraufklettern, von denen der Wasserfall herunterkommt. Oben gibt es drei Wasserbecken, in denen sich das Wasser sammelt bevor es etwa 100m herunterprasselt. In diesen Pools kann man hervorragend planschen und und das Wasser stauen (gell, Fabi
). Dort haben wir auch Bekanntschaft mit einer etwa 40cm langen Echse gemacht, die ebenfalls ein Bad genommen hat. aber ansonsten wohl harmlos war.
Auf dem Rückweg aus dem Kakadu sind wir dann noch im Litchfield National Park vorbeigefahren. Dort war jedoch nur noch Zeit für die Lost City, einer reihe ziemlich interessant geformter Felsgruppierungen.
Abschließend ist vielleicht noch interessant, dass wir zu viert insgesamt mehr als 60l Trinkwasser über 4 Tage verbraucht haben. Die Temperaturen sind wirklich sehr extrem. Dass Kakadu näher am Äquator liegt als Fiji merkt man deutlich. Üblicherweise vertrage ich Hitze ziemlich gut. Die 2 Stunden-Walks nahezu ohne Schatten waren jedoch die Grenze dessen, was ich mir dort zum Ende der Trockenzeit zutraue. Pro Stunde in der Sonne trinkt man üblicherweise 1 bis 1,5l Wasser…
Und sonst…?
Heute habe ich meine Abschlusspräsentation bei SAP gegeben, der Pagecount der Masterarbeit steht zur Zeit bei 92, Freitag gibt es ein Riesen-Abschieds-BBQ bei mir und Sonntag geht es ab Richtung Hawaii…
So schnell können 6 Monate umgehen! ![]()
Als Biertrinker in Australien: Ein paar Überlebenstipps
Eines vorweg: dass Australien mit einer deutschen Bierkultur nicht ganz mithalten kann, ist nicht nur ein Gerücht! Dass man in Australien überall Foster’s trinkt ist allerdings definitiv nicht mehr als ein Gerücht! Tatsächlich wird Foster’s wie man es aus Deutschland kennt, hier praktisch überhaupt nicht verkauft. Foster’s besitzt zwar viele der australischen Brauereien, aber die Marke selbst gibt es nicht.
Als kleiner Hinweis: natürlich ist nichts unterschiedlicher als der Geschmack unterschiedlicher Leute. Die folgenden Tipps sind jedoch nicht nur meine ganz persönlichen Empfehlungen, sondern werden von einer ganzen Reihe deutscher Freunde geteilt. Dennoch kann es natürlich sein, dass ihr nicht wirklich unserer Meinung seid. In diesem Falle bitte keine Morddrohungen in den Kommentaren absetzen…
Was kann man also tun? Auch wenn Pilsner oft schwer zu finden sind (besonders in Bars), gibt es ein paar australische Lager-Biere, die auch für deutsche Geschmäcker genießbar sind. Das haben wir an einigen Leute erfolgreich getestet. ![]()
Bei den verbreiteten Bieren, die es im Prinzip überall gibt, greifen wir seit geraumer Zeit ausschließlich zu Toohey’s Extra Dry. Es gehört nicht zu den allergünstigsten Sorten, aber liegt doch noch im erschwinglichen Bereich. Man bekommt es sowohl in Flaschen als auch gezapft (idealerweise im Jug). Möchte man ein paar Dollar mehr ausgeben, gibt es eine noch bessere (stärkere) Variante Toohey’s Extra Dry Platinum (6,5% statt 5%). Letzteres ist meiner Meinung nach das beste australische Lager-Bier.
Weiterhin recht weit verbreitet und durchaus trinkbar sind Stella Artois als belgischer Import (relativ teuer), Carlton Draught (nicht ganz so gut, dafür billiger) und Coopers (nicht ganz so verbreitet).
Gewarnt sei in jedem Fall vor verschiedenen Bieren: gerade das in Brisbane lokal ansässige XXXX (”Four X”) wird in allen Varianten nur von sehr wenigen Leuten wirklich gerne getrunken (interessanterweise auch von Australiern). Man sollte es einmal probieren, damit man weiss warum man 50 Cent mehr für ein Extra Dry bezahlt…
Selbes gilt für VB (Victoria Bitter) und Pure Blonde.
Denjenigen, die einmal einen interessanten Geschmack für ein Bier probieren möchten sei ein Blue Tongue ans Herz gelegt. Man muss es mögen… (ich mag’s
)
Wenn es garnicht anders geht und der Durst nach einem deutschen Bier überwiegt, bekommt man verschiedene Sorten natürlich auch hier. Da die Preise allerdings teilweise deutlich über denen der australischen Biere liegen, sollte man wenigstens zu einem günstigen Bottleshop fahren. Hier ist der Dan Murphy allererste Wahl. Er liegt zwar meist etwas ausserhalb, ist jedoch deutlich günstiger bei so ziemlich allen Drinks (auch Wein & Spirits).
Grundsätzlich bekommt man Beck’s relativ häufig (manchmal auch in Bars). Es gibt jedoch anscheinend Beck’s-Flaschen, die in Australien gebraut und welche, die in Istanbul gebraut wurden. Keine von beiden schmeckt so wie das Original aus Bremen. In den größeren Bottleshops gibt es dann auch anderes deutsches/tschechisches Bier und sogar einige Weissbiersorten.
In Bars bestellt man Bier am besten in Jugs (Karaffen Kannen), sofern möglich. Die fassen etwas über einen Liter und sind erheblich günstiger als dasselbe Bier in einzelnen Gläsern. Im Bottleshop kauft man idealerweise einen 24er-Karton statt einzelnen Sixpacks…
Eine Postkarte in die Heimat…
…die ist jetzt hoffentlich bei den 18 Empfängern angekommen. Einem ersten Benchmark zufolge war die französische Post fast eine ganze Woche schneller als die Deutsche. Aber ich bin ja froh, dass die Karten - vom fijianischen Flughafen in Nadi abgeschickt - überhaupt angekommen zu sein scheinen…
Für alle anderen gibt es eine digitale Kopie der Rückseite, die natürlich Tasmanien und Fiji noch nicht abdeckt…
Weitere 17km gespickt mit Wasserfällen: dieses Mal im Lamington National Park
Nachdem wir bereits im Springbrook National Park einen Walk von 17km mit einigen hübschen Wasserfällen gesehen hatten ging es am vorletzten Wochenende für eine Tagestour in den größeren, bekannteren aber nicht unbedingt besseren Lamington National Park.
Auch hier haben wir uns einen Walk von 17km vorgenommen (Toolona Creek Circuit), der statt der angegebenen 6 Stunden problemlos mit Pausen in unter 5 Stunden zu schaffen war. Wir hatten am Ende sogar noch genug Tageslicht für den (empfehlenswerten) Tree Top Walk: einer Reihe von verbundenen Hängebrücken aus Holz, die durch verschiedene Baumkronen führen.
Ab in den Süden: Tasmanien, Phillip Island & Melbourne
Vorletzten Samstag ging es früh morgens los in den (kalten) Sueden. Bei dem lokalen Discounter hatte ich mich zuvor extra noch mit billigen aber dafür warmen Klamotten eingedeckt.
Am Flughafen hatten wir dann allerdings zum ersten mal Pech mit einem Flieger von Virgin Blue: 1 Stunde Verspätung - und das bei dem engen Zeitplan. So hatte mein Reiseführer uns doch wortwörtlich gewarnt (siehe Foto):
Behandeln Sie Tasmanien nicht als 3-tägiges Anhängsel Ihrer Australien-Reise!
Aber da man es ja besser weiss, stand der Plan schon seit Wochen fest: 3 Tage Tasmanien (komplette Route), 1 Tag Phillip Island (Pinguin-Insel) und 1 Tag Melbourne. Da konnte auch der roteste Hinweis im Reiseführer nichts mehr dran rütteln (und natürlich erst recht keine noch rotere Airline)…
In Hobart angekommen haben wir direkt am Flughafen unseren Mietwagen (Mitsubishi ES380 mit 3,8l V6) für die kommenden drei Tage abgeholt und sind Richtung Innen”stadt” sowie der nahe gelegenen Berge Mt Nelson und Mt Wellington gefahren. Die ersten Stunden waren noch mit ein ganz paar leichten Schauern durchzogen. Aber am späten Nachmittag kamen blaue Flecken zum Vorschein. In Hobart haben wir eine Tour durch die Stadt gemacht und unter anderem die Salamanca-Märkte besucht auf denen wir auch zwei leckere aber - zu Fabi’s Unglück - Rosinen-lastige Kuchen für die weitere Reise eingeladen haben.
Und ja, ich habe mir neue Schuhe gekauft! Die blauen Sneaker waren im ersten Schauer noch auf dem Flughafen schon so durchnässt, dass ich in Hobart ein schickes Paar wandertauglicher Schuhe im 75%-off Sale erstanden habe. Die Entsorgung der Schuhe folgte nicht undokumentiert im Mülleimer direkt vor dem Schuhladen…
Bevor wir noch am selben Abend Richtung Norden losgefahren sind, sind wir auf den Gipfel des Mount Wellington (1271 m) gefahren. Dort lag sogar noch Schnee. Also habe ich’s tatsächlich geschafft, Schnee in Australien zu sehen und zu fühlen…
Der Weg über den Highway war in der Dunkelheit teilweise doch interessant. Man ist über lange Strecken keiner Menschenseele begegnet. Wallabies, Opossums und anderes Getier gab es allerdings sowohl lebend als auch geplättet in Massen. Verglichen mit anderen australischen Highways war die Wilddichte extrem hoch!
Übernachtet haben wir dann in Derwent Bridge. Dort haben wir in einem Art grossen Baucontainer, der “ausgebaut” war zu einzelnen Kabinen mit Bett, Tisch, Heater(!) und sonst nicht viel. Komfortabel ist etwas anderes, aber dafür dass bei allen ausser einer Kabine die Heater funktioniert haben war es eine akzeptable Unterkunft (meine war nicht kaputt…
).
Morgens mussten wir dann den Hotelbesitzer aus dem Bett klingeln um auszuchecken und unsere Deposit wiederzubekommen. Aber dafür war der Weg zum ersten Nationalpark (Lake St Clair NP) nicht weit: in 5 Minuten waren wir schon da. Und das Beste: wir hatten strahlend blauen Himmel über Tasmanien! ![]()
Im Nationalpark ergab sich ein beeindruckendes Bild: ein halb im Nebel versunkener See mit gletscherbedeckten Bergen im Hintergrund. Ausser sie zu beschreiben, sind diese Bilder noch schwieriger adäquat zu fotografieren. Dennoch gibt es einige Bilder vom See und dem Walk weiter unten…
Übrigens muss man sich in den tasmanischen Nationalparks in der Regel für die Walks registrieren und hinterher auch wieder austragen, damit im Zweifelsfall bekannt ist, wer sich irgendwo verlaufen hat. So etwas wie Handynetzabdeckung ist nämlich ausser in Hobart ein Fremdwort. In 3 Tagen hatten wir nur ein paar Stunden Netz.
Für den ersten Nationalpark hatten sich am Tag zuvor genau 2 und am vorletzten Tag überhaupt keine Besucher eingetragen. Mit uns 5 hat es also vermutlich für einen neuen Wochenbesucherrekord gereicht…
Wir sind dann am selben Tag weitergefahren zum Cradle Mountains National Park. Auf dem Weg sind durch Queenstown gefahren um zu tanken. Das war nach einigen hundert Kilometern so ziemlich die erste Tankstelle seit Hobart (mit astronomischen Literpreisen). Auch sind wir an einem unglaublichen See (Lake Burbury) vorbeigekommen, der ein komplettes Spiegelbild des ohnehin schon tollen Panoramas gezeigt hat (siehe Foto).
Angekommen im Park sind wir auf einen Walk zum Lake Dove aufgebrochen. Im direkten Vergleich war der Lake St Clair allerdings schon der schönere von beiden.
Im Dunkeln standen wieder ein paar hundert Kilometer bis nach Coles Bay an. Dort erwartete uns schon ein Briefumschlag mit Schlüssel drin für die Tür zu unserem ersten privaten YHA! Wir waren an dem Abend wirklich die Einzigen in dem Hostel und hatten alles für uns alleine: Winter in Tasmanien eben…
Am nächsten Morgen ging es dann in den Freycinet National Park, genauer zur Wineglass Bay. Ein mittellanger Walk führte uns zuerst zu einem Lookout auf die idyllische Bucht und dann zum Strand selbst. Wenn man die Bucht sieht und sich die Temperatur wegdenkt könnte sie dank dem kristallklaren Wasser problemlos auch in den wärmeren Regionen der Südsee liegen.
Nach dem Mittagessen am Leuchtturm haben wir noch ein tolles Photo-Stitch 360°-Panorama gemacht:
Die letzte Etappe ging dann nach Port Arthur, wo wir schon im Dunkeln eine Ghost-Tour mitgemacht haben. Port Arthur sind Ruinen eines alten Gefängnisses für die schlimmen Fälle. Abends gibt es Guides, die im Laternenschein durch die Ruinen führen und teilweise lustige, teilweise gruselige Geistergeschichten erzählen die anderen Leuten (angeblich) tatsächlich widerfahren sein sollen. Es war jedenfalls sehr unterhaltsam und kurzweilig - auch wenn man mit einem nicht ganz so mystischen Weltbild ausgestattet ist.
Die letzte Nacht vor dem Flug nach Melbourne sind wir dann in einem Caravan Park in Seven Mile Beach untergekommen. Das liegt direkt am Flughafen Hobart und wir hatten dort eine Cabin, was einer Art Wohncontainer für eine Familie gleichkommt. Im Gegensatz zu den letzten Containern war dieser allerdings sehr komfortabel. Mit Fernseher, Klimaanlage/Heizung, vollwertiger Küche, Dusche und 6 Betten war alles da was man brauchte. Und für AU-$130,- auch alles andere als teuer…
Hier ist nun eine Auswahl aus ca. 3500 Tasmanien-Fotos mit 6 Kameras über 3 Tage.
Ich dachte ich sag’s vorher: Die Verletzung an meinem Kinn kommt von keiner Schlägerei, sondern von einem Sprung in einen Pool von dem ich besser hätte wissen sollen wie tief er wirklich ist…
Der Flug von Hobart nach Melbourne ging am frühen Dienstagmorgen dann problemlos über die Bühne. Mit einem frischen Mietwagen (Toyota Camry) ausgestattet haben wir uns schließlich aus Melbourne herausgekämpft und sind die ca. 150km nach Phillip Island aufgebrochen. Die Insel ist insbesondere für zwei Sachen bekannt: die Moto-GP Grand Prix-Rennstrecke und kleine süße Pinguine. Da es für Motorradrennen gerade zu kalt ist und die anderen Mitreisenden ohnehin für Motorsport nur bedingt zu begeistern sind, haben wir uns auf die Pinguine konzentriert.
Die nette Insel hatte aber auch noch ein paar andere Dinge zu bieten: Zum einen eine kleine angeschlossene Insel (Churchill Island), die über die komplette Fläche eine traditionelle Farm beherbergt. Dann einen schönen Walk zum Cape Woolamai. Weiter gibt es auf der Insel einen Tierpark mit Koalas und eine sehr moderne Beobachtungsstation für Seehunde (Nobbies). Bei letzterer konnte man eine Kamera fernsteuern, die auf einer etwa 1,5km vorgelagerten Insel installiert ist. Die kleine Insel ist voll mit Seehunden und man kann sich das Geschehen auf einem großen Flachbildschirm ansehen. Ganz nett, aber nicht so cool wie mit einem Fernglas wenn ihr mich fragt…
Die Pinguine als Hauptattraktion haben sich dann nach Einbruch der Dunkelheit blicken lassen. Man kann die putzigen kleinen Tierchen von einem Boardwalk aus beoabachten, wie sie in Gruppen von 20-30 Pinguinen an Land kommen, über den Strand watscheln und sich dann in ihre Höhlen verziehen, davor stehen bleiben, verzweifelt nach der richtigen Höhle suchen oder sich im Eingang irren. Gerade letzteres ist recht weit hörbar… ![]()
Was jedoch leider nicht möglich ist: Fotografieren. Alle 10m steht ein Ranger, der pingeligst genau darauf achtet, dass man auch ja keine Cam zückt. Nicht einmal mit ausgeschaltetem Blitz ist es erlaubt. Das ist leider etwas schade…
Nichtsdestotrotz gibt es hier ein paar Bilder vom Tag auf Phillip Island:
Der letzte Tag hat uns dann zurück in die Zivilisation geführt: Es gab eine Stadttour durch Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne. Nach Übernachtung im Metro YHA Melbourne sind wir morgens Richtung City los. Auf dem Plan standen unter anderem eine Runde um den Stadtkern mit der City Circle Tram, ein Besuch im Old Treasury Building mit einer Ausstellung über die Stadtgeschichte mit Schwerpunkt auf der Zeit des Goldrausches um 1850, Schlendern über die Bourke St Mall, und durch Chinatown.
Besonders herauszuheben ist dann noch der Besuch der (kostenlosen!) Führung durch Victoria’s State Parliament House (Landesparlament) von unserer Führerin Lee! Die gesamte Führung war extrem kurzweilig dank äußerst trockenem Humor und beinahe sarkastischen Kommentaren zu historischen und aktuellen politischen Vorgängen die in Verbindung mit dem Parlament und Politik im Allgemeinen stehen. Prädikat: Absolut empfehlenswert!
Dann haben wir noch eine Ausstellung mit dem Titel “Pixar: 20 Years of Animation” im Australian Centre for the Moving Image besucht. Auch wenn das nicht unbedingt typisch australisch ist, war es super-interessant einmal zu sehen wie ein moderner Animationsfilm entsteht und das Kunst immernoch vor der Computertechnik steht…
Den Sonnenuntergang haben wir schließlich über den Dächern Melbournes auf dem Eureka Skydeck bestaunt. Ähnlich wie in Surfers Paradise kann man in Melbourne Southbank in den 88. Stock eines Hochhauses fahren und ein 360° Panorama genießen.
Noch am Abend ging es dann für Fabian und mich wieder zurück nach Brisbane während Alex, Glenn, Max und Krissi mit dem Mietwagen noch bis Ende derselben Woche auf der Great Ocean Road bis nach Adelaide gefahren sind.
Und sonst…?
In der Zwischenzeit war ich noch für eine Tagestour im Lamington National Park. Dazu folgt sicher noch ein kleiner Blogeintrag.
Morgen früh geht es dann für Fabi, mich und Georg für 7 Tage ins Paradies nach Fiji. Habe mir extra neue Flipflops gekauft, die nur darauf warten den Sand der vielen kleinen korallenumringten Inselchen zu spüren…
Gemeinsam mit der Bundesliga bricht auch gerade die neue Sandkastensaison an! Ich kann jedem, der es noch nicht kennt nur ans Herz legen, sich die Sandkastenliga einmal zu Gemüte zu führen.
Es gibt eine ganze Reihe neuer Sachen für diese Saison. Das Wichtigste: Der Sandkastenpokal - einen Pokalwettbewerb zwischen den Mannschaften über alle Ligen hinweg (bis zur Oberliga). Das verspricht in jedem Fall Spannung…
Nachdem meine Fotogalerien nun einen ansehnlichen Umfang erlangt haben, habe ich für euch ein Zufallsbild-Widget in die Sidebar hinzugefügt, das sich sogar per Ajax neu laden lässt.
Für die Geeks unter euch: ich verwende eine XSLT-Transformation um aus dem Picasa XML Code einen standardkonformen RSS-Feed (Beispiel-Feed für das Ayers Rock-Album) zu generieren. Das Sidebar-Widget basiert auf einer modifizierten Version des Picasa Web Album Widgets, die auch um jQuery-basierte Ajax-Reloads erweitert wurde.
Die Fauna Australiens: Känguruhs, Koalas, Buckelwale, uvm.
Nachdem wir in den vergangenen Wochen und Monaten vornehmlich Bekanntschaft mit der Landschaft und insbesondere der Flora Australiens gemacht haben, stand letztes Wochenende ganz eindeutig die einheimische Tierwelt im Vordergrund.
Lissi und Basti haben gleichzeitig auch ihren Abschied aus Brisbane mit uns zelebriert. Während unser Freehugger nur am Freitagabend in den beiden Stammläden Victory’s und Friday’s mit von der Partie war, ist Lissi noch am Sonntag mit nach Surfers Paradise gefahren.
Doch fangen wir vorne an: Nach dem Abend im CBD sind wir am Samstagmorgen in das Lone Pine Koala Sanctuary aufgebrochen. Das ist im Wesentlichen ein Streichelzoo in Brisbane mit den bekanntesten einheimischen Tieren. Neben den Lorikeets, Adlern, Eulen, Reptilien, Echidnas, Schafen usw. gibt es dort natürlich auch die bekanntesten australischen Vertreter der Tierwelt: Känguruhs, jede Menge Koalas, Emus (leider gerade ausquartiert), Wombats und ein Süsswasser-Krokodil.
Am coolsten waren definitiv die Känguruhs und davon eins ganz besonders. ![]()
Die Koalas riechen ziemlich cool und machen primär eines: Schlafen. Aber das war ja nichts Neues. Trotzdem sehr knuddelig die Kleinen.
Nachdem wir dann in Surfers Paradise in unseren Backpacker eingecheckt haben, ging’s nach ein paar (heimlichen) Bieren auf dem Zimmer auf zum Pub Crawl. Für AU-$ 25,- gab es drei Clubs samt Eintritt, jeweils einem Freigetränk und einen Pizza-Snack. Eigentlich ein vernünftiges Angebot. Wir waren also zusammen mit 100 anderen Backpackern in den Läden: Melbas, Shooters und The Bedroom. Die ersten beiden würde ich so weiterempfehlen. Der letztere hat schon für meinen Geschmack sehr harten House gespielt. Muss man mögen…
Am nächsten Morgen haben wir am Strandboulevard gefrühstückt und eine ganze Stunde auf das Essen gewartet (im Charly’s). Danach ging’s dann mit dem neuen Beach Volleyball noch an den Strand bevor wir schliesslich zum Highlight des Wochenendes aufgebrochen sind: zum Whale Watching.
Die ersten Wale haben etwas auf sich warten lassen. Aber nachdem wir eine Walfamilie aufgespürt hatten, sind die schätzungsweise 4-6 Wale für eine ganze Weile sehr dicht mit dem Boot mitgeschwommen. Je länger sie uns begleitet haben, umso zutraulicher schienen sie auch zu werden. Nach ein paar Tauchgängen haben sie angefangen aus dem Wasser zu springen, auf dem Rücken zu schwimmen und mit den Flossen zu winken. Das ist der Moment, an dem man am besten Fotos sprechen lässt um das beeindruckende Schauspiel zu zeigen (obwohl es live viel besser war
):
Und sonst…?
Zur Zeit geht meine Masterarbeit mit grossen Schritten voran. Je nachdem wie man die Seiten zählt, bin ich derzeit entweder auf Seite 27 oder Seite 40. Täglich kommen neue hinzu. Derzeit kann ich die Forschungsergebnisse der letzten Wochen sehr flüssig niederschreiben - das ist ganz prima.
Was mache ich eigentlich genau? Vielleicht schreibe ich dazu in nächster Zeit einmal einen separaten Blog-Eintrag…
Das Steuerjahr ist mit dem Juni vorüber. In den vergangenen Tagen ist auch meine konsolidierte Gehaltsabrechnung mit den nötigen Steuer-Informationen (PAYG) angekommen, so dass ich gestern Abend meine australische Steuererklärung online einreichen konnte. Ich bekomme sämtliche Steuern wieder…
Die Steuerrückzahlung wird wohl direkt in meine Geburtstagsreise nach Fiji fliessen (vom 12.-19. August). Die Flüge sind zwar schon gebucht und bezahlt, aber uns fehlt noch eine hübsche Tour zwischen den Inseln…
Bevor es nach Fiji geht, fliegen wir nächste Woche erst einmal nach Tasmanien und von dort nach Melbourne. Zwei Urlaubstage werden dafür ‘draufgehen. Ich sterbe schon tausend Erfrierungstode in Anbetracht der Tatsache, dass meine Winterklamotten derzeit in Deutschland im Umzugskarton liegen, während das Thermometer in Tasmanien derzeit ganze 6°C anzeigt…
Kommendes Wochenende passiert nun aber wirklich mal sehr wenig: Wir haben K-E-I-N-E Reise geplant… ![]()
Wasserfall-Tour durch den Springbrook National Park
Relativ kurzfristig haben wir letzte Woche entschieden, für eine Tagestour in den Springbrook National Park zu fahren. Im Nachhinein war das mit einer der schönsten Nationalparks, die wir hier besucht haben. Es gab einen 17km-Walk, den wir gelaufen sind und der an einer ganzen Reihe Wasserfällen vorbeiführt. Das Beste daran: trotz Dürreperiode haben die trotzdem Wasser geführt. ![]()
Die schönsten der 5-6 Wasserfälle auf der Tour waren definitiv die Rainbow Falls. Wenn man von der richtigen Seite schaut, wirft das Licht wirklich die schillerndsten Regenbögen (siehe Bilder).
Die meiste Zeit ging es bei der Tour durch Regenwald. Eine Mittagspause haben wir dann nach ca. 10km am ‘Meeting of the Waters’ eingelegt. Genau auf den riesigen Felsen im Flussbett haben wir unser allseits bekanntes und beliebtes Backpacker’s Deluxe ausgepackt bevor es dann durch den (falschen) Creek ein paar Kilometer weiter Flussaufwärts ging.
Das war der Zeitpunkt an dem wir den gekennzeichneten Weg verlassen haben und nur dem Fluss gefolgt sind. Nach einiger Zeit haben wir dann gemerkt, dass wir eine Flussgabelung verpasst haben müssen. Da hiess es Rückweg und den Eingang zum Weg suchen. Das hat alles geklappt und wir sind wenige Minuten nach Sonnenuntergang an den Autos angekommen…
Später in Brisbane haben wir bei mir mal wieder ein Barbecue bei mir eingelegt und sind anschliessend ins Valley weitergezogen. Das war ein sehr netter Abend…








