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Wasserfall-Tour durch den Springbrook National Park
Relativ kurzfristig haben wir letzte Woche entschieden, für eine Tagestour in den Springbrook National Park zu fahren. Im Nachhinein war das mit einer der schönsten Nationalparks, die wir hier besucht haben. Es gab einen 17km-Walk, den wir gelaufen sind und der an einer ganzen Reihe Wasserfällen vorbeiführt. Das Beste daran: trotz Dürreperiode haben die trotzdem Wasser geführt. ![]()
Die schönsten der 5-6 Wasserfälle auf der Tour waren definitiv die Rainbow Falls. Wenn man von der richtigen Seite schaut, wirft das Licht wirklich die schillerndsten Regenbögen (siehe Bilder).
Die meiste Zeit ging es bei der Tour durch Regenwald. Eine Mittagspause haben wir dann nach ca. 10km am ‘Meeting of the Waters’ eingelegt. Genau auf den riesigen Felsen im Flussbett haben wir unser allseits bekanntes und beliebtes Backpacker’s Deluxe ausgepackt bevor es dann durch den (falschen) Creek ein paar Kilometer weiter Flussaufwärts ging.
Das war der Zeitpunkt an dem wir den gekennzeichneten Weg verlassen haben und nur dem Fluss gefolgt sind. Nach einiger Zeit haben wir dann gemerkt, dass wir eine Flussgabelung verpasst haben müssen. Da hiess es Rückweg und den Eingang zum Weg suchen. Das hat alles geklappt und wir sind wenige Minuten nach Sonnenuntergang an den Autos angekommen…
Später in Brisbane haben wir bei mir mal wieder ein Barbecue bei mir eingelegt und sind anschliessend ins Valley weitergezogen. Das war ein sehr netter Abend…
Und sonst…?
Queensland hat am Mittwoch leider das letzte Spiel der State of Origin Series im Rugby verloren. Nichtsdestotrotz haben die Maroons aber die Series gewonnen, da sie ja die ersten beiden Spiele für sich verbuchen konnten.
Schliesslich waren wir noch in einem netten neuen Film: Knocked Up. Unterhaltsamer und empfehlenswerter Film, auch wenn der Tiefgang nun nicht gerade bemerkenswert ist… ![]()
Bergfest und Isa’s Abschiedstour zur Fraser Coast (Bundaberg & 1770)
Eigentlich sind die Anlässe für diesen Bericht eher traurig als schön, denn einerseits ist meine Zeit hier in Brisbane nun ziemlich genau zur Hälfte schon vorbei und zum Anderen wird unsere Lieblingsreisegruppe zum ersten Mal kleiner statt grösser: Isa’s Zeit als Au Pair in Brisbane ist zu Ende. ![]()
Zum Abschied haben wir eine ganze Hand voll Dinge unternommen.
Begonnen hat Isa’s Abschiedstournee und unser Bergfest im Grunde genommen schon letzte Woche Freitag mit einem Besuch im Casino in Brisbane. Da haben wir uns alle einmal etwas Vernünftiges angezogen und sind anschliessend mit Umweg über das Victory ins Friday’s weitergezogen. Auch Laurent - ein Kanadier, den wir auf Fraser getroffen haben - ist nämlich zurückgekehrt nach Hause. Ihn hatten wir noch zum Abschied im Victory besucht.
Letzten Mittwoch waren wir dann alle zusammen in Brisbane bowlen. In der Strike Bowlingbahn (Wintergarden) kann man Mittwochs um den Preis würfeln, den ein Spiel kostet. Wir waren mit 16 Leuten dort und haben 3 Bahnen in Beschlag genommen. Dabei hat übrigens auch unser neuer SAP-Intern Florian seinen Einstand gegeben.
Den nächsten Stop haben wir bei Isa zuhause gemacht. Sie hat für uns gekocht und es gab ein paar Runden Billard auf dem Snooker-Tisch. Natürlich hatten wir ein paar kleine Abschiedsgeschenke vorbereitet, die an die coole Zeit erinnern sollen.
Anschliessend haben wir uns noch recht spontan dazu entschieden ins Friday’s nach Brisbane ‘rein zu fahren. Donnerstag ist man schon für AU-$ 3,- Eintritt dabei. Der Laden war sogar recht gut gefüllt und die Party war entsprechend wieder einmal hervorragend…
Am Freitag sind wir dann nach Norden Richtung der Fraser Coast aufgebrochen. Nachdem wir die Einkäufe erledigt sowie die ersten 150 km hinter uns hatten, haben wir die erste Übernachtung im Koala Backpackers in Noosa verbracht. Hier gibt es von mir eine eindeutige Empfehlung lieber ein anderes Hostel in der Gegend zu suchen. Ein so kompliziertes Preismodell mit den verschiedensten Pfänden/Bonds und Extrakosten für alles mögliche habe ich noch nirgends gesehen. Und dabei wollten wir doch nur ein schönes grosses BBQ und eine Übernachtung… ![]()
Nachts sind wir nach einer äusserst Damen-lastigen aber nicht minder lustigen Runde “Chug Chug” dann noch an den Strand gelaufen, weil die Backpacker-Bar um 12 Uhr dicht gemacht hat.
Am nächsten Morgen sind wir dann schon früh weiter nach Norden aufgebrochen. Ziel war die Town of 1770. Das ist nicht etwa ein Dorf im Flair von alten Zeiten mit einem Saloon oder ähnlichem, sondern ganz einfach der Punkt an dem James Cook als erster Europäer 1770 das zweite Mal überhaupt in Australien und das erste Mal in Queensland an Land gegangen ist. Eigentlich hatten wir uns mehr von der Gegend erwartet. Der Besuch im nahegelegenen National Park musste aus Zeitgründen leider ausfallen. Stattdessen sind wir dann zum Sonnenuntergang an den Beach bei Agnes Water gefahren.
Übernachtet haben wir im Captain Cook Holiday Village. Im Gegensatz zum Hostel in Noosa ist das eine definitive Empfehlung! Wir hatten zwei Bungalows gemietet, die sehr günstig (ca. 80,- pro Nacht für alle 4 Personen) und super ausgestattet waren. Abends gab’s leckeres Chili von Isa und eine Menge Kartenspiele (von denen ich ein ganz bestimmtes hoffentlich nie wieder spielen muss…
).
Sonntag sind wir dann früh Richtung Bundaberg aufgebrochen. Das ist ein recht bekannter Ort in Australien, weil dort der bekannte (braune) Rum hergestellt wird. Nach einem kleinen Umweg durch die Stadt haben wir also folglich die Rum Distillery mit anschliessender Verköstigung besichtigt. Nach einem weiteren Umweg sind wir dann an den idyllischen kleinen Küstenort Bargara gefahren und haben dort ein weiteres Backpacker Deluxe zum Mittag eingenommen.
Nächster Stopp war der Burrum Coast National Park bei Woodgate (welches logischerweise direkt hinter dem Ort Goodwood liegt… ;)). Den 5 km Banksia Walk durch einen (trockenen) Tea Tree Swamp und einen Palmenwald haben wir noch vor dem Sonnenuntergang geschafft. Den haben wir dann vor der Rückfahrt am Woodgate Beach verbracht, wo Pelikane und ein paar Delfine nur ein paar dutzend Meter vom Strand unterwegs waren. Sehr beeindruckend…
Natürlich mussten auch ein paar coole Abschiedsbilder am Strand im Sonnenuntergang noch sein…
Auf dem Rückweg haben wir mitten im Dorf noch ein Känguruh gesehen, was leider nicht hopsen wollte. Dank Tobi gibt’s das Video aber auch jetzt auf Youtube…
Und sonst…?
Morgen werde ich mir das dritte und letzte Spiel der State of Origin Series im Rugby bei Mark & Ann in ihrer neuen Wohnung ansehen. Es gibt dort eine kleine Party auf der alle den Maroons (dem Queenslander Team) die Daumen drücken werden…
Die Australian Poker League muss heute leider ausfallen, weil ich noch etwas müde bin. Ich denke, nächste Woche gehe ich wieder hin.
Samstag gibt es wohl wieder ein nettes BBQ bei mir. Mikey und ich laden beide ein paar Leute ein…
Nächste Woche wollen wir vermutlich zum Whale Watching in der Nähe von Brissie. Ansonsten ist bis zur Tour nach Tasmanien und Melbourne in 4 Wochen erst einmal nichts weiter geplant. Mal sehen, was wir einschieben. ![]()
Keine grossen Reisen - aber trotzdem volles Programm…
Der Winter ist nun definitiv in Brisbane angekommen. Die letzten Tage hat es ziemlich viel geregnet und auch die Temperaturen waren nicht wirklich immer angenehm (teilweise unter 15°C *brrr*). Insgesamt erinnert mich das Klima derzeit stark an einen frühen kontinentaleuropäischen Herbst. Aber das wird sicher wieder besser (hoffe ich
)…
Seit dem Trip zum Ayers Rock haben wir einige nette Sachen in Brisbane und Umgebung unternommen. Zum Einen haben wir unseren Kinomarathon nun mit Ocean’s 13 und Blades of Glory beschlossen. Dann haben wir einmal mehr einen kompletten Samstag auf dem Beachvolleyballplatz verbracht. Mit Uwe und Alexandre habe ich nach gut 4 Monaten Pause einen Wiedereinstieg ins Poker-Business gewagt und es hat direkt für den Final Table (Platz 8 von 56) bei einem kleinerem Pokerturnier der Australian Poker League gereicht. Bei unserem Besuch im Casino am Freitag darauf hier in Brisbane hat uns aber der Minimum Stake von $100 davon abgehalten grossartig zu gamblen.
Nach dem Casino sind wir dann einmal mehr in unseren Stamm-Club - dem Friday’s - gepilgert. Das war auch der letzte Party-Abend für Isa in Brissie. Sie fliegt leider nächste Woche zurück nach Deutschland und lässt die SAP-Interns hier sitzen…
Am letzten Samstag haben wir dann einen Wagen gemietet und sind Richtung Süden an die Gold Coast gefahren. Unterschied zu sonst: Ich durfte fahren!
Diejenigen die mich kennen, können sich vorstellen wie gross die Freude war nach fast einem Vierteljahr wieder hinter einem Steuer zu sitzen! Und es kam noch besser: Am Samstagabend sind wir mit 7 Leuten zu einem All-You-Can-Drive Special einer grossen Outdoorkartbahn im Kingstonpark gefahren. Es hat in Strömen geregnet und alle waren pitschepatschenass. Trotzdem natürlich das Paradies für mich. ![]()
Dreimal dürft ihr raten, auf welchen Platz es mich verschlagen hat.
Obwohl eine komplette Auswertung der 150+ Fahrer am Ende irgendwie gefehlt hat, meine ich irgendwo zwischen dem 2. und 3. Platz gelandet zu sein. Einen Preis gab’s natürlich nur für den Ersten. Ich brauche in jedem Fall bald ein Shirt mit dem Spruch “Der ewige Zweite…”
Am Abend bin ich dann mit Tobi noch weiter nach Surfers Paradise gefahren. Eigentlich wollte Alexandre ja auch noch mit. Aber dank Krankheit ging das nicht. In Surfers waren wir im Club Cult. Eigentlich ein ganz netter Laden. Am nächsten Tag haben wir dann noch das höchste Wohnhaus der Welt (20.-höchste Gebäude der Welt) - den Q1 Tower - besichtigt. Man kann in den 78. Stock herauffahren und hat einen enormen Ausblick in alle Richtungen (inklusive dem Meer und den Stränden).
Montag war ich dann mit Mark (dem Freund von Ann) beim Rugby im Suncorp Stadium hier in Brisbane. Wir hatten kostenlose Tickets aus dem Suncorp-Kontingent mit ziemlich coolen Plätzen. Das Spiel war (trotz Regen) super. Und die Brisbane Broncos haben auch sehr überzeugend den Sieg gegen die Wests Tigers nach Hause gefahren.
Und sonst…?
Nachdem die vergangenen zwei Wochen eher mit einer Reihe kleineren Aktivitäten gespickt waren, geht es am kommenden Wochenende mal wieder auf eine 2-Tages-Tour: Isa’s Abschiedstournee. Wir fahren mit zwei(!) Mietwagen Richtung Norden an die Sunshine Coast. Dort geht’s nach Noosa, Bundaberg, Town of 1770, etc.
Bis dahin gibt’s aber auch noch was zu tun: Heute Bowling, morgen Essen bei Isa, Freitag abend: Abfahrt…
Die Master-Arbeit geht zur Zeit übrigens prima voran. Ich hoffe, es läuft weiter so rund…
Unterwegs im Red Centre: Ayers Rock und Kata Tjuta
Letztes Wochenende haben Alex und ich die bereits aus Deutschland geplante Reise in die Wüste Australiens angetreten. Als kostenlosen Inlandsflug des Round-the-World Tickets genau Ayers Rock auszuwählen war im Nachhinein (rein finanziell gesehen) wirklich eine sehr sinnvolle Wahl. Wenn man sich die regulären Preise bei den Airlines anschaut, kommt man kaum unter AU-$400-$500 nach Ayers Rock. Damit ist es eines der teuersten inner-australischen Flugzielen.
Die Reise war insgesamt sehr beeindruckend. Diesen Felsen (Uluru a.k.a. Ayers Rock) mitten im roten Nichts stehen zu sehen lässt einen sich schon sehr klein vorkommen. Die Rottöne des Felsen reichen im Sonnenauf- und -untergang wirklich von einem dunklen Grau-Rot, über ein tiefes Rot bis zu einem unglaublich stark leuchtenden kräftigen Orange. Insbesondere den Zeitpunkt, an dem die gesamte Wüste samt den Bäumen schon/noch im Dunkeln liegt während der Berg immens stark leuchtet war besonders cool…
Wir haben nicht nur den Uluru sondern auch Kata Tjuta (The Olgas) besucht. An beiden sind wir sowohl an etwas weiter entfernten Aussichtspunkten vorbeigekommen als auch am Fuße der Berge auf mittellangen Walks herumspaziert. Hochgeklettert sind wir aus Respekt vor der Kultur der Aborigines nicht. Obwohl diese ausdrückliche Bitte eigentlich allen Besuchern der Reisegruppe bekannt war und auch vor Ort nicht zu übersehen ist, sind aber traurigerweise beinahe alle die halbwegs dazu körperlich in der Lage waren trotzdem geklettert. Tja…
Doch auch die Kombination aus Saukälte (nachts -2°C), der Fliegenplage und den unmenschlichen Weckzeiten für den Sonnenaufgang hat uns nicht davon abhalten können einige tolle Fotos zu schießen. Weil Fabi während des Wochenendes selbst in Cairns unterwegs war, hatten wir zwar leider keinen Zugriff auf die Spiegelreflex-Cam, aber auch mit unseren kleinen Cams kam etwas Hübsches dabei ‘rum. Übrigens sind die Farben der Bilder natürlich gehalten. Bei einigen ganz wenigen habe ich etwas digital nachpoliert. Im Wesentlichen sieht es dort wirklich so aus.
Und sonst…?
Letzte Woche waren wir in der Premiere von “Shrek the Third”. Freitag abend gab es dann nach einer Geburtstagsfeier von Kollegen aus dem Büro ein weiteres BBQ bei mir. Diesmal waren wir 15 Leute und hatten natürlich wieder genug Bratwurst vom Heinz für alle.
Montag war dann prompt noch ein Feiertag in Australien (Queen’s Birthday), so dass wir in die Underwater World an die Sunshine Coast gezuckelt sind. Dort gibt es ähnlich zu Seaworld eine ganze Reihe große Haie, bunte Fische und andere Tiere zu sehen. Nach einem Wochenende in der Wüste ist ein so wasserreicher Tag auch erfrischend… ![]()
Update: Tobi hat ein nettes Video von einer fressenden Krabbe auf Youtube gestellt, das ich dort aufgenommen hatte:
Die große Zeit des konstanten Wochenend-Reisens ist jetzt erst einmal vorüber. Die kommenden Wochenenden werden vermutlich höchstens noch ein paar Tagesausflüge mit sich bringen. Ausnahmen bilden natürlich die bereits erwähnten Trips nach Melbourne/Tasmanien im Juli sowie Fidschi im August (über meinen Geburtstag übrigens
). Im September (also der Endphase der Master-Arbeit) gibt es höchstens noch einen Ausflug. Aber da sind die Planungen noch nicht sehr weit fortgeschritten.
Fraser Island = Mehr Sand als die Sahara
Am vorletzten Wochenende hat es uns nach Fraser Island verschlagen. Das ist die größte Sandinsel der Welt. Insgesamt gibt es dort mehr Sand als in der gesamten Sahara. Die Insel ist im Grunde - abgesehen von der reinen Größe - vergleichbar mit Moreton.
Fraser liegt etwa 300km nördlich von Brisbane. Man fährt also mit dem Jeep erstmal eine ganze Weile, bis man auf der Insel ist. Direkt vor der Fährüberfahrt sind wir am Rainbow Beach vorbeigekommen. Von dem Leuchtturm dort in der Nähe konnte man eine ganze Familie Delfine sehen, die sogar über die Wellen gesprungen sind.
Auf der Insel angekommen haben wir zuerst ein Schiffswrack besichtigt, haben uns dann in einem der Süßwasser-Creeks (Eli Creek) herunter zum Strand treiben lassen und sind schließlich zum Lake Wabby gewandert. Da hat es leider schon angefangen zu regnen. Abends waren wir am Lagerfeuer und hinterher noch unten am Strand. Dort konnte man winzige Phosphorspuren im Sand blau leuchten sehen. Auch das Wasser hat teilweise blau geschimmert. Sehr beeindruckend…
Die Nacht im Zelt hat es dann quasi durchgeregnet und morgens auch nicht mehr aufgehört. Die Insulaner waren alle happy, weil es seit Monaten nicht mehr richtig geregnet hatte. Wir haben uns aber verständlicherweise nicht so richtig dafür begeistern können. Also ging’s im ätzenden Touri-Regenponcho zuerst zum Lake McKenzie. Dieser Süßwassersee ist wirklich super-idyllisch: Absolut weißer Sand und total klares Wasser. Man kann es sich kaum vorstellen, aber selbst bei Regen sah das wirklich toll aus. Aber das schlechte Wetter ging dann zum Glück recht bald vorüber. Erst zurück in Brizzie hat es wieder geschüttet.
Vor der Abfahrt waren wir dann noch im Regenwald der Insel unterwegs (dort dann ohne Regen). Die verschiedenen Farne, Palmen und Riesen-Bäume sind auch immer wieder faszinierend…
Und sonst…?
Dieses letzte Wochenende haben wir mal keine größere Tour gemacht. Jede Menge Beach-Volleyball, BBQ, Club-Besuche und die Taufe des Sohns meines Supervisors sowie der Besuch von Annika in Brisbane gaben aber auch so ein abwechslungsreiches Programm.
Letztens haben wir außerdem Heinz besucht! Heinz ist der einzige deutsche Fleischer in Brisbane. Und der macht vernünftige Bratwürste. Eine gute Portion liegt noch in meinem Gefrierschrank. Schließlich sollte man immer Qualitätsgrillgut zur Hand haben…
Nächstes Wochenende sind wir dann im Red Center (Ayers Rock und Kata Tjuta) unterwegs. Wir fliegen Samstag mit Qantas über Sydney dorthin und dann Sonntag wieder zurück. Mehr später…
Schnorcheln mit der normalen Brille
Als Brillenträger gibt es beim Schnorcheln (wie bei so vielen Dingen) natürlich auch etliche Probleme. Doch auch mit meiner an Maulwürfe erinnernden Sehstärke wollte ich das Schnorchel-Erlebnis im Great Barrier Reef nicht verpassen. Natürlich war es aber keine Option, eine Taucherbrille mit Stärke zu kaufen. Und leider könnte ich bei -10 Dioptrien und einer fiesen Hornhautverkrümmung auch nur sehr teure Spezial-Kontaktlinsen tragen (die ich nicht habe).
Dank brillantem Erfindergeist und ingenieursmäßiger Umsetzung bin ich für knappe AU-$ 10,- doch noch in den Genuss des Schorchelns gekommen. In eine Taucherbrille hab ich direkt auf das Mittelstück mit Sekundenkleber einen kleinen Plastikhaken aus dem Baumarkt eingeklebt. Und das so herum, dass die Brille von unten in den Haken geschoben und somit nach oben hin gesichert wird. Nach unten sichern es die Nasenbügel auf der Nase.
Es muessen also lediglich die Seitenbügel abgeschraubt werden (das ist das einzig Knifflige am Strand) und die Brille einmal eingeklipst werden.
Ich habe nun schon 2 längere Schorchelgänge damit hinter mir und bin mehr als zufrieden.
Sorry fuer das (un-)huebsche Handtuch…
Vielen Dank auch an meinen Mitbewohner Chris, der die Idee mit mir zusammen entwickelt hat.
Mit dem Jetski um die Trauminsel
Eine Sache, die meiner Meinung nach definitiv in der Liste der 200 Dinge, die man im Leben gemacht haben sollte fehlt, ist Jetski fahren. Genau das haben wir unter anderem am letzten Wochenende mit der bekannten Reisegruppe (Fabian, Alex, Glenn, Uwe und ich) in Angriff genommen. Zu Viert haben wir zwei Jetskis auf Great Keppel Island gemietet und sind einmal um die Insel gefahren. Die Dinger hatten dank 1200ccm ordentlich Dampf und fuhren laut Tacho an die 70km/h schnell. Das ist auf dem Wasser sehr ordentlich…
Aber natürlich haben wir auch noch einiges Andere auf der Insel unternommen: Nach unserer Ankunft am Samstag (Flug über Rockhampton mit Virgin Blue) haben wir zunächst ins Insel-YHA eingecheckt und sind dann los, den höchsten Berg der Insel zu erklimmen (Mt Wyndham). Damit haben wir nun die höchsten Berge in New South Wales bzw. der gesamten Ostküste (Mt Warning, 1157m), der Glasshouse Mountains (Mt Beerwah, 556m), und den höchsten auf Great Keppel Island (Mt Wyndham, 174m) erklommen. ![]()
Eigentlich wollten wir am selben Tag auch noch schnorcheln gehen, aber der Sonnenuntergang kam uns da leider zuvor. Also haben wir das am Sonntag nach dem Jetskifahren nachgeholt.
Die Insel ist allgemein wirklich empfehlenswert. Im superfeinen Sand der weißen Strände versinkt man anders als an anderen Stränden sofort beim Auftreten. Das Wasser ist super-klar. Beim Schnorcheln waren die Whitsundays jedoch wegen hübscherer Riffs vorne.
Man sollte in jedem Fall, wenn möglich, etwas länger als nur anderthalb Tage bleiben. Auch macht es Sinn, möglichst viel Verpflegung mitzubringen, da die Inselpreise im Convenience Store selbstverständlich sehr hoch sind (z.B. AU-$ 3,- für eine Flasche Wasser).
Es folgt das beste aus zwei vollgeknipsten Speicherkarten und dem Unterwassercase in Dauereinsatz. Die ersten Bilder sind übrigens vom After-Work-Bier am Freitag im Pig & Whistle sowie dem Friday’s (beides natürlich in Brisbane). Beide Läden sind sehr empfehlenswert…
Und sonst…?
Am nächsten Wochenende wollen wir in leicht veränderter Zusammensetzung nach Fraser Island fahren (die Hälfte von den Anderen war schon dort). Das ist die größte Sandinsel Australiens (Moreton Island ist die zweitgrößte ;)). Die Woche danach bin ich ein Wochenende in Brisbane und dann geht es ins Red Center zum Ayers Rock/Uluru.
Bezüglich meines Jobs (den es ja zwischen den ganzen Wochenenden auch gibt und von dem ich viel zu wenig berichte) gibt es folgende Infos: Die ersten Seiten meine Masterarbeit beginne ich nun seit knapp zwei Woche zu produzieren. Die offizielle Anmeldung ist in der Mache…
Die Bundesliga ist aus. Schalke hat’s wieder nicht gepackt: Die Schadenfreude kann ich auch in Australien nicht wirklich geheimhalten. Mein Glückwunsch gilt den Stuttgartern. Übrigens werden die Ballathleten Plattnersee alles daran setzen, nicht wie Schalke zu enden und folglich die zweite Sandkastenmeisterschaft in Folge zu gewinnen! Spätestens in 7 Sandkastenliga-Spieltagen weiß man Genaueres.
Ach ja, es wird in Potsdam wohl bald die 3. HPI Kartchallenge geben. Leider ohne mich. Aber vielleicht geht ja jemand hier mit mir mal Kartfahren… ![]()
Im Regenwald und über dem Regenwald
Letztes Wochenende waren wir zu siebt mit einem Mietwagen rund um Brisbane unterwegs. Am Samstag ging es in den Brisbane Forest Park, einen Nationalpark direkt an der Stadtgrenze. Nach ein paar weniger aufregenden Lookouts haben wir dann noch einen längeren Walk durch den Regenwald gemacht. Am Ende lag ein Wasserfall: Ausgetrocknet - aber das ist bei der anhaltenden Dürre hier ja auch kein Wunder…
Obwohl es nicht der erste Regenwald für mich war, finde ich dass solch ein Regenwald schon eine gelungene Abwechslung ist, wenn man sonst nur die zentraleuropäischen Nadel- oder Mischwälder kennt. Am Wasserfall (Greene’s Falls) haben wir dann erstmal eine Reihe Fotos gemacht. Eine Auswahl vom gesamten Samstag (ohne AFL) findet ihr hier:
Sonntag morgen ging es dann hoch hinaus! Nördlich von Brisbane liegen die Glasshouse Mountains - eine Gruppe von interessant geformten Bergen mitten in einer sonst recht flachen Landschaft. Der Mt. Tibrogargan war zuerst dran: Wir sind einen schon einigermaßen anspruchsvollen Weg bis zu einer Stelle mit ziemlich guter Aussicht hochgeklettert. Die Gipfeltour haben wir uns dann aber für den höchsten der Glasshouse Mountains, den Mt. Beerwah (556 m), aufgehoben.
Hier noch von einem “Walk” zu sprechen ist eigentlich verkehrt. Obwohl er noch als einer, wenn auch der schwierigsten Kategorie, ausgewiesen war. Im wesentlichen ging es nämlich den nackten Felsen herauf. Und das sehr steil und ohne Sicherung. Für ambitionierte Flachlandtouristen wie uns dennoch kein Problem - dachten wir. Naja, ein wirkliches Problem war es auch nicht - nur äußerst kräfteintensiv. Die Tour merke ich übrigens heute (3-4 Tage danach) immernoch.
Dennoch hat das richtig Spaß gemacht. Ich fand auch, dass ich mich gar nicht so dumm angestellt habe. Vielleicht probiere ich irgendwann mal eine Kletterwand aus. Geübt hab ich ja jetzt…
Und sonst…?
An diesem kommenden Wochenende geht es dann für einen Kurztrip auf Great Keppel Island: nach dem Wald nun neue Traumstrände entdecken…
Und schließlich steht in den kommenden 4 Wochen Kino-Intensiv-Programm für uns an. In einem der großen Kinos (Cineplex Southbank) gibt es für Studenten Kinotickets für AU-$ 5,- (ca. 3 EUR) an jedem Tag der Woche. Und Hollywood versorgt und uns in vier aufeinander folgenden Wochen mit vier coolen Filmen: Pirates of the Caribbean: At World’s End, Shrek the Third, Oceans Thirteen, Blades of Glory.
Weiterhin offen ist, ob wir eine Möglichkeit finden den Torgaranten Deutschland - San Marino in der EM-Quali am 2. Juni hier (live) zu schauen. Hat jemand Tipps?
Ozzie Football: AFL (Brisbane Lions vs. Adelaide Crows)
Am vergangenen Wochenende waren wir bei einem AFL-Spiel im “The Gabba” - einem Cricket-Stadion in Brisbane. Das Ticket hatten wir Alex zu seinem (Kinder-)Geburtstag geschenkt. Da wir aber keine häßlichen Tickets alleine verschenken, gab es einen hervorragenden Flyer der zum größten Teil von Fabian stammt:
Für Leute, die an Fußball (Soccer) gewohnt sind, ist zunächst einmal der Unterschied zwischen Ozzie Football (Australian rules football) und Rugby nur schwer auszumachen. Bei beiden in Australien sehr populären Spielen wird mit Eiern geworfen und sich gegenseitig umgerannt. Auf den zweiten Blick gibt es aber doch eine Reihe von Unterschieden. Die Entscheidensten sind wahrscheinlich, dass es drei Tore (pro Seite) gibt und das gesamte Spiel aufgrund weniger Unterbrechungen sehr viel schneller ist als Rugby.
Im Stadion selbst gab es aber viele interessante Sachen zu beobachten. Zum Beispiel gab es ein Auffangnetz, das die Trainingsbälle aus dem Publikum gehalten hat, das direkt hinter den Toren saß (wie wir). Zu unserem Erstaunen wurde das aber direkt vor dem Spiel unter großem Jubel eingerollt. Danach hieß es dann Bälle fangen, sobald die Torschüsse angeflogen kamen.
Nach dem Spiel war dann auf einmal der Teufel los: Alle sind von ihren Stühlen aufgesprungen und auf einen Pfiff aus den Stadion-Lautsprechern auf das Spielfeld gestürmt. Auch hatten alle plötzlich ihre eigenen Bälle dabei und haben im Gewusel auf dem Spielfeld wo eine Minute vorher noch die Profis gespielt hatten die Bälle hin und her geschossen. Der Wahnsinn…
Leider hat Brisbane am Ende doch recht unerwartet gegen Adelaide verloren. Aber so ist das halt…


