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65.330 km + x
Insgesamt 27 Mal bin ich in den 7 Monaten Weltreise von April bis November 2007 in einen Flieger gestiegen. Annähernd anderthalb mal ging es den reinen Kilometern nach also um unseren blauen Planeten. Die tausende Kilometer in Mietwagen und die hunderte Kilometer zu Fuß in Nationalparks sind dabei noch überhaupt nicht eingerechnet.
Nach vielen, vielen Stunden des Aussortierens sind immernoch 17.799 Fotos (59 GB) aus der Zeit übriggeblieben. Üblicherweise fliegen Zwei Drittel aller Fotos weg - also könnt ihr euch ausmalen, wie groß die ursprüngliche Fotomasse einmal war.
Bei den ganzen großen Zahlen ist aber das nicht Messbare wie so oft das Beste: die Freundschaften, die aus diesen 7 Monaten entstanden sind und hoffentlich das ein oder andere Treffen in den nächsten Jahren nach sich ziehen. Über alte Zeiten und Anekdoten gibt es definitiv mehr als genug zu erzählen…
In diesem Sinne: Danke an alle, die dabei waren oder dazu beigetragen haben…
Euer
Torben
P.S.: Mittlerweile sind auch die Verluste der Reise (ein defektes Notebook und eine defekte Armbanduhr) wieder repariert und voll im Einsatz… ![]()
“Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii, ging nie durch San Francisco in zerriss’nen Jeans…”
Das kann ich mit gutem Gewissen nun definitiv nicht mehr mitsingen! Unsere letzte Etappe hat uns nämlich nach New York, und damit an den letzten noch fehlenden von Udo Jürgens besungenen Ort, geführt.
Zum ersten Mal haben wir keinen Mietwagen und zum ersten Mal seit Wochen sind wir wieder in einem “rustikalen” 6-Bett-Zimmer im Hostel statt in einer Suite im Motel oder Hotel. Beides hat sich aber als äußerst sinnvoll herausgestellt. Einen Wagen kann man in Manhattan eh nicht brauchen und jede andere Unterkunft wäre zu teuer oder viel zu weit draußen gewesen. So haben wir in der 38. Straße mit Blick auf das Empire State Building sehr zentral gewohnt (NYC Hostel).
In mehreren Etappen haben wir dann die verschiedenen Teile Manhattans besucht und mehr oder weniger die Standard-Touristenattraktionen abgearbeitet. Zu erwähnen sind hier beispielsweise der Broadway, Empire State Building, Macy’s (größtes Kaufhaus der Welt), Times Square, Rockefeller Center, United Nations, Central Park, Museum of Natural History, Madison Square Garden, Manhattan & Brooklyn Bridge, WTC Site, Freiheitsstatue.
Obwohl das Empire State Building derzeit renoviert wird und es von innen nicht immer sehr ansehnlich ist, ist der Blick von der Aussichtsplattform sicherlich besonders herauszuheben (siehe Panorama oben). Weiterhin haben wir uns auf dem Broadway das Musical “Monthy Python’s Spamalot” angeschaut, welches wirklich einige gute Lacher mitbringt und daher auch weiterzuempfehlen ist.
Hinsichtlich Ticketkauf gilt es aber folgendes zu beachten: Es gibt zwar wie in Las Vegas auch einen unabhängigen Ticketverkauf (TKTS), der stark reduzierte Tickets für Vorstellungen am selben Abend verkauft, dennoch werden in NY nur Tickets der teuersten Kategorie in diesen Verkauf gegeben. Das heißt, wenn man ein Musical wirklich günstig sehen möchte, sind die 50% reduzierten Tickets immernoch teurer als die günstigste Kategorie, die nur direkt an den Theatern verkauft werden. Das alleine ist vielleicht noch garnicht so schlimm, weil man vielleicht genau die teure Kategorie haben möchte. Denkste: denn die TKTS-Ticketschalter können einem nicht einmal sagen, wo man genau sitzt! Man kauft also die Katze im Sack. Unsere Tickets für Spamalot (gekauft bei TKTS) waren zwar die teuerste Kategorie - aber die Plätze waren eher mäßig gut. Die 3km-Schlange vor den TKTS-Schaltern hatte ich auch noch nicht erwähnt, richtig?
Außerdem haben wir in NY einen alten Bekannten aus Australien wiedergetroffen! Basti war bis Ende Juni in Brisbane und hat mit uns schon die ein oder andere lustige Episode erlebt. Unter anderem war ich mit ihm auch auf Fraser Island. Von Australien ist er über Neuseeland und Fidschi nach New York, um dort ein Praktikum zu machen.
Wir haben zusammen sowohl das Musical besucht, als auch die große Halloween-Parade durch das Greenwich Village (von der auch unten einige Fotos dabei sind).
Das vorerst letzte Panorama zeigt die Skyline von Downtown Manhattan vom East River aus. Wir haben es von unserem River Cruise (der auch an der Freiheitsstatue vorbeiging) aus voller Fahrt geschossen. Links ist die Brooklyn Bridge und rechts der Ansatz der Manhattan Bridge zu erkennen.
Auf dem Rückweg sind wir am Pier A ausgestiegen um noch bei Wall Street und Ground Zero vorbeizuschauen. Letzteres ist mittlerweile nicht viel mehr als eine riesige Baustelle, die irgendwie an den Potsdamer Platz vor 10 Jahren erinnert. Der neue Freedom-Tower soll ja in nächster Zeit dort entstehen - genau so wie ein dauerhaftes Denkmal an den 11. September.
Da wir wie bei den anderen großen Städten zuvor (LA, San Francisco) auch schon absichtlich ein Wochenende mit in den Zeitplan eingeplant hatten, waren wir auch in ein paar Bars und Clubs. Wie bereits erwähnt war das Original-Coyote Ugly eine herbe Enttäuschung! Ein viel zu kleiner leicht abgewrackter Laden, der Freitags noch nicht einmal richtig voll wird hat dazu geführt, dass wir uns nach einer Alternative umgesehen haben. Diese haben wir in der Alphabet Lounge gefunden. Ein kleiner aber sehr zu empfehlender Laden mit guter Musik und nicht all zu teuren Drinks.
Zum Abschluss noch einmal die schönste Variante des zitierten Lieds von Udo Jürgens mit Horst Schlämmer…
USA-Roadtrip Teil 3: Las Vegas & Los Angeles
Nach den relativ eng gepackten Tagen zwischen den Nationalparks, ging es auf der letzten Etappe im Westen der USA etwas ruhiger zu. Zunächst waren wir 2 volle Tage in Las Vegas. Zum ersten Mal seit mehr als 2 Wochen konnten wir dort in unserem Motel morgens ausschlafen und ohne Zeitbegrenzung frühstücken. Wer hat behauptet, dass Reisen Urlaub ist?
Wir sind also den Vegas Strip zunächst tagsüber abgelaufen. Dort befinden sich sämtliche weltbekannten Casinos von Las Vegas. Allerdings “erwacht” der Strip eigentlich erst wirklich abends.
Dennoch sind die meisten Casinos wirklich beeindruckend - und das trotz des vielfach vorhandenen Hangs zum Kitsch. Die großen Namen sind: The Venetian (Venedig nachgebaut), Treasure Island (mit lebensgroßem Piratenschiff davor), The Mirage, Wynn, Caesar’s Palace, Bellagio (riesige Wasserfontänen), Planet Hollywood, Paris (mit Eiffelturm), Flamingo (mit Flamingo-Garten), Monte Carlo, New York New York (nachgebaute Skyline von NY + Achterbahn), MGM Grand (mit Löwen-Habitat), Tropicana, Excalibur (Schloss mit bunten Dächern), Luxor (schwarze Pyramide).
Ähnlich wie in New York gibt es in Vegas eine ganze Reihe von Shows und Musicals, die aufgeführt werden. Wir haben uns für die Zaubershow von Hans Klok & Pamela Anderson entschieden. Durchaus kurzweilig und empfehlenswert, obwohl teuer (wie alle Shows). Man kann den Preis allerdings erheblich drücken, wenn man an einen der Half-Price-Ticket-Stände geht, die ausschließlich (Rest-)Tickets für den selben Abend für sehr viel günstigere Preise verkaufen (nicht immer die Hälfte…
).
Der zweite Abend wurde eingeläutet mit dem Rollercoaster am NY, NY und war dann mit Basketball besetzt. Wir waren bei einem Gastspiel der LA Lakers (ohne Kobe Bryant) gegen die Sacramento Kings im College-Stadion der UNLV (University of Nevada Las Vegas). Das war eine grandiose Stimmung trotz nicht komplett gefüllten Rängen! Gerade die Musik-Einspieler und kleinen “Publikums-Spielchen” geben eine tolle Stimmung in der doch recht großen Halle.
Anschließend sind wir in die Coyote Ugly-Bar im New York, New York. Wie sich später herausstellen sollte, ist die Vegas-Variante um ein Vielfaches besser als das Original im Original-New York. Trotz Sperrstunde und outgesourcten Restrooms ist das Coyote Ugly also ein definitiver Tipp…
Natürlich wurde auch gezockt! Über Ergebnisse spreche ich aber hier nicht…
Die Abfahrt aus Vegas geschah am nächsten Morgen entsprechend gemächlich. Auf dem Weg haben wir noch einen kleinen Umweg genommen und die Mojave-Wüste komplett durchquert bevor wir abends in unserem Hostel in Hollywood (Orbit Backpacker, Melrose Ave) angekommen sind.
Am selben Abend gab’s im Hostel noch einen Eimer voll Freibier(-Dosen) und einen kostenlosen Shuttle zum Hollywood Boulevard. Zunächst sind wir mit den restlichen Backpackern in die Knitting Factory. Da uns die ganze Sache aber doch etwas zu rockig war, sind wir recht zügig ins Level 3 im Hollywood Highland Center umgezogen. Letzteres ist definitiv ein empfehlenswerter Club (die üblichen Unannehmlichkeiten wie z.B. nur 1 Drink pro Person und Stempel die sich 3 Tage lang nicht von der Hand lösen ausgeklammert).
Tagsüber sind wir mit dem Wagen durch LA die bekannten Sights abgefahren. Eine komplette Fahrt über Sunset Blvd & Hollywood Blvd war der Start. Dann ging es durch Beverly Hills und Bel-Air. Die bekannten Strände waren für den Nachmittag eingeplant (Malibu Beach, Santa Monica Beach, Venice Beach + Boardwalk). Abends haben wir uns dann trotz Warnschildern bis zum Fuße des Hollywood-Schildes durchgeschlagen.
An Downtown LA vorbei, haben wir noch dem Citadel Outlet Center einen Besuch abgestattet und dort die Läden leer gekauft. Anschließend ging es an einem halben Tag noch durch die Universal Studios (Shrek 4D, Waterworld, Studio Tour, Blues Brothers, Horror House und Citywalk).
Am Ende stand nur noch die Mietwagen-Abgabe am Flughafen und die nun wirklich letzte (und kälteste) Etappe der Reise: New York…
USA-Roadtrip Teil 2: Die National Parks Sequoia, Yosemite, Death Valley, Grand Canyon
oder:
“Von der Stadt in den Wald, in die Berge, in die Wüste, an den Canyon, ins Casino…”
Von San Francisco ging es los zu einem Tag mit mörderisch langen Autofahrten (hier die Route). Nach 5 Stunden Fahrt waren wir angekommen im Sequoia National Park - unserem vorläufigen Tagesziel. Der Park ist bekannt für seine riesigen Bäume: den Sequoias. Das sind zwar nicht die ältesten und auch nicht die höchsten Bäumen der Welt - aber dafür die voluminösesten (oder dicksten). Im “Giant Forest” steht demnach das weltgrößte Einzellebewesen: der General Sherman Tree (hieß früher mal Karl Marx-Tree - wurde dann aber umbenannt…
).
Im Park sind wir nach einer Reihe von Fotos den Congress Trail gelaufen - ein eher kurzer Walk der aber an verschiedensten Gruppierungen von Sequoias vorbeiführt. Abschließend sind wir noch durch das Giant Tree Museum gegangen, bevor es auf die nächste Etappe ging.
Wir wollten noch am selben Abend bis kurz vor den Yosemite National Park fahren, damit wir dort den gesamten nächsten Tag ab frühem Morgen verbringen können. Die verbleibenden knapp 200 Meilen für den Abend haben uns noch an Three Rivers sowie Lake Kaweah vorbeigeführt. In Visalia gab es zum Abendessen frische amerikanische Riesenpizza (nicht von Pizza Hut
).
Unser Navigationssystem (mit nettem Namen “nüvi”
) hat uns dann noch bei voller Dunkelheit über ein Paar Highways gejagt, die eigentlich den Zusatz “Highway” nicht verdient haben (unter anderem die “Ben Hur Road“, die genauso aussah wie sie hieß
).
Nach (kurzer) Übernachtung in unserer eigenen Scheune, die zur Ferienwohnung umgebaut war, ging es wie geplant früh morgens los Richtung Yosemite. Nach Fotostopp am El Capitan sind wir mit dem Auto auf den Glacier Point gefahren (zwischendurch gehalten am Washburn Point). Von beiden Punkten hat mein einen beeindruckenden Ausblick auf diesen Teil des Parks - insbesondere auf das charakteristische Half Dome. Das folgende Panorama ist vom Glacier Point aus aufgenommen:
Wieder zurück im Yosemite Valley sind wir zuerst durch das (etwas touristische) Village gelaufen und anschließend auf den Lower Yosemite Fall Trail. Der Walk führt am unteren Ende des größten Wasserfalls der USA (Top 10 der Welt) vorbei. Jedoch kam bei uns die Frage auf, ob ein Wasserfall überhaupt “Wasserfall” heißen darf, wenn er nur bei Tauwetter Wasser führt und zeitweise überhaupt nicht (wie zu dem Zeitpunkt als wir da waren
).
Leider hatten wir - wie so oft - keine Zeit für längere Walks. Wieder einmal leidet der Detailgrad unter der Vielseitigkeit - so ist das nun einmal.
Über den Tioga Pass ging es dann noch am selben Abend durch die Sierra Nevada ins Death Valley. Eine einzige Serpentinen-Straße führt hinab ins Death Valley. Hier geht es innerhalb von 15 Minuten Fahrt von den Hochplateaus der Sierra Nevada (ca. 1.000-1.500m) hinab ins Tal (-84m - 100m). Beeindruckend war es den Temperaturunterschied zu erleben: Im Oktober hat sich die Temperatur innerhalb dieser 15 Minuten von ca. 11°C auf dem Plateau zu über 23°C im Tal entwickelt - und das abends um 23:00 Uhr…
Mit -282ft. enthält das Death Valley den niedrigsten Punkt der USA. Ein weiteres spannendes Detail über das Tal ist, dass es nur etwa 100 Meilen vom Mt. Whitney - mit 14.491ft. dem höchsten Punkt der “Lower 48″ (der Kontinental-Bundesstaaten) - entfernt ist…
Im Death Valley selbst haben wir uns eine Geisterstadt (Skidoo) angeschaut - die aber leider nicht weiterzuempfehlen ist. Außer einer Gedenktafel mitten in der Wüste sieht man dort trotz 30 Meilen Schotterstraße nichts mehr. Es steht kein einziges Gebäude mehr. Für eine zweite Geisterstadt fehlte leider die Zeit. Stattdessen sind wir an den berühmten Sanddünen vorbeigefahren, in denen u.a. Teile von Star Wars gedreht wurden. Weiterhin waren wir am Zabriskie Point und dem Dantes View. Der Ausblick von letzterem ist im obigen Panorama zu sehen.
Noch am selben Tag ging es durch zwei Landesgrenzen (Nevada & Arizona), an Las Vegas vorbei Richtung Grand Canyon. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kurzen Stopp am Hoover-Staudamm eingelegt. Ein beeindruckender Damm samt riesigem Stausee (Lake Mead) und Elektrizitätswerk, das Las Vegas mit Strom versorgt.
Als letzter Punkt für den Tag war eigentlich der neue Skywalk am Grand Canyon West eingeplant. Wir waren allerdings leider 20 Minuten zu spät. Daher musste die Plattform ersatzlos ausfallen…
Nach Übernachtung in Kingman ging es am nächsten Morgen direkt los zum Grand Canyon National Park am South Rim. Ein kleiner Fotostopp hat uns folgendes Panorama von dem unglaublichen Ausblick beschert:
Vom South Kaibab Trailhead ging es dann zu der letzten langen Wanderung des Urlaubs den Canyon hinab. In 3 Stunden sind wir ein paar hundert Meter abwärts zum Cedar Ridge gekommen. Der Ausblick ist bei jeder Pause wieder umwerfend. Man muss sich vorstellen, dass die gegenüberliegende Seite vom Canyon stets klar zu sehen ist - obwohl sie teilweise fast 30km weit entfernt ist! Im Tal kann man an den meisten Stellen nur erahnen, wo der Colorado River entlang geht - so tief hat er sich in die Schlucht gegraben…
Nach dem Walk sind wir im Auto den 24-Mile-Drive entlang der Schlucht abgefahren. Er endet bei Desert View. Dort ermöglicht der Watchtower einen tollen Ausblick bis hinunter zum River (siehe folgendes Panorama).
5 Stunden Rückfahrt nach Las Vegas standen schließlich am Abend noch auf dem Programm. Dort haben die HPI-Tours Profitouristen die nächsten Tage erst einmal etwas entspannt…
USA-Roadtrip Teil 1: LA bis San Francisco auf dem Highway 1
Von Honolulu ging es direkt nach Los Angeles. Dort haben wir eine halbe Ewigkeit auf unseren Mietwagen gewartet. Da wir zu viert für 2 Wochen unterwegs waren musste definitiv ein größerer Wagen her, als wir auf den Inseln von Hawaii hatten. Deshalb haben wir uns für den größten Kombi entschieden, den es gab (Chrysler Pacifica). Dazu haben wir aus Spritspar- und Stressvermeidungsgründen noch ein Navigationsgerät gemietet. Im Nachhinein waren beides absolut die richtigen Entscheidungen. Alles andere hätte auf Dauer echt Probleme gegeben.
Mit dem Wagen sind wir also garnicht erst in LA geblieben, sondern auf dem historischen Highway Nr. 1 Richtung Norden nach San Francisco gefahren. Einen Zwischenstopp für die Nacht haben wir in Buellton gemacht. Dann gab es zwischendurch noch ein paar kleinere Fotostopps bei Aussichtspunkten oder z.B. einem Strand mit wilden Seeelefanten. Gegen Ende haben wir noch in Carmel-by-the-Sea und in Monterey angehalten.
Abends sind wir dann in Mountain View (Teil des Silicon Valley) bei Andy vorbeigefahren und schließlich nach Palo Alto um dort einen ordentlichen Burger zu essen. Übernachtet haben wir im Marriott San Mateo: die 4*-Suite war fast genauso teuer wie ein normales Motel.
Insgesamt 2 Tage haben wir in San Francisco verbracht. An beiden Tagen war das Wetter annehmbar gut. Nur ein oder zwei kleinere Schauer gab es über die gesamte Zeit. So gab es beim Stadtspaziergang ab Mission & Market Street als auch der Fahrt mit dem Cable Car (in Cable Car #1
) keine größeren Probleme. Weiterhin stand der Hafen auf dem Programm (Fisherman’s Wharf, Pier 39, Hafenrundfahrt).
Auch die Cable Car Barn - ein (kostenloses) Museum und gleichzeitig das zentrale Betriebswerk der Cable Cars haben wir genauso besichtigt, wie Chinatown, die “Painted Ladies” am Alamo Square und die kurvigste Straße der Welt (Lombard Street). Vom Coit Tower auf einem der unzähligen Hügel der Stadt (Telegraph Hill) stammt das folgende 360°-Panorama:
Den bekannten 49-Mile-Drive haben wir zum größten Teil abgefahren. Twin Peaks, der Golden Gate Park und Aussichtspunkte zur Golden Gate Bridge sind Teil davon.
Auch wenn die Bilder es vielleicht nur ansatzweise vermuten lassen, die Stadt ist schon extrem hügelig und die Steigungen sind teilweise extrem! Leider haben wir kurzfristig kein Ticket mehr für die Besichtigung von Alcatraz bekommen. Das sollte man unbedingt vorher online erledigen, wenn ein Besuch geplant ist.
Die Nacht vor der Abreise aus SF haben wir im HI (Hosteling International) in San Francisco selbst verbracht. Von dort sind wir in aller Frühe los Richtung Landesinnere und weg von der Großstadt… ![]()
Aloha Nordhalbkugel: 10 Tage auf Hawaii
Der Abschied von Australien vor 5 Wochen fiel uns allen (Alex, Uwe, Gero, Fabi und mir) ein wenig leichter wenn wir uns das unmittelbare Ziel vor Augen geführt haben: Hawaii. Nach 7 Stunden Flug vom Frühling in den Herbst sind wir in Honolulu gelandet.
Hawaii besteht aus 8 größeren Inseln. Honolulu befindet sich auf Oahu. Wir haben in unseren 10 Tagen dort insgesamt die folgenden 3 Inseln besucht: Big Island (Hawaii), Maui und Oahu.
Direkt nach der Ankunft sind wir auf den nächsten Flieger Richtung Big Island gesprungen, wo wir knapp 3 Tage geblieben sind. Das ist die größte Insel Hawaiis, die eine Reihe noch aktiver Vulkane beheimatet. Von unserer Homebase in Hilo haben wir verschiedene Trips mit unserem Mietwagen unternommen. Zuerst ging es in den Volcanoes National Park - dem bekanntesten Touristenziel dieser Insel. Seit ein paar Wochen gibt es einen aktiven Lavastrom, den man allerdings zu Fuß leider nicht besichtigen konnte. Wir wollten eine Helikoptertour buchen, haben es aber zeitlich leider nicht unterbekommen. Dennoch kann man jede Menge Krater, dampfende Spalten, erstarrte Lavaflüsse und Lavatubes (unterirdische Kanäle für Lava) besichtigen. Nachts haben wir vom Highway auch ein riesiges Glühen vom Lavastrom sehen können. Es hat den gesamten Himmel indirekt sehr eindrucksvoll rot gefärbt.
Anschließend ging es zum Sonnenuntergang an den South Point - dem südlichsten Punkt der USA.
Außerdem haben wir eine Tour zum Black Sandy Beach im Waimanu Valley (Norden der Insel) unternommen. Nach einem recht steilen Abstieg über ein paar Meilen musste noch ein mittelgroßer (ca. 25m breit) aber flacher Fluss zu Fuß durchwatet werden bis man am superfeinen schwarzen Sandstrand angekommen ist. Meiner Meinung nach war das der schönste Strand auf ganz Hawaii.
Auch sehr sehenswert ist der höchste Berg/Vulkan von Hawaii (Mauna Kea) im Zentrum der Insel auf dessen Spitze (4.214 m) sich eine Reihe von Observationsteleskopen befindet. Von dem Berg sind wir mit unserem 2-Tonnen-Gefährt (Chrysler 300) im Neutral-Gang über 30 Meilen herunter nach Hilo zurückgerollt ohne ein einziges Mal Gas zu geben und wurden trotzdem nicht überholt. Das ist Sprit sparen mit einem amerikanischen 3,5-Liter-V6.
Schließlich sind wir mit einer Propellermaschine (Island Air) von Big Island nach Kahului auf Maui geflogen. Mit unserem neuen Mietwagen (Dodge Magnum) sind wir zuerst ins Hostel (Banana Bungalow) aufgebrochen um unser Gepäck abzuladen. Am Nachmittag haben wir uns einer kostenlos organisierten Tour zur Westseite der Insel angeschlossen. Es ging Schnorcheln und Beachvolleyball spielen am Kaanapali Beach bei Lahaina. Dort gab es sogar ein paar Meeresschildkröten die mit den Schnorchlern getaucht sind.
Der nächste Tag hat uns zuerst an den Wailea Beach geführt und dann später auf den Hana Coast Drive. Für letzteren gab es ene Audio-CD, die sämtliche Sachen unterwegs (vom Fruchtstand über geschichtliche Details bis hin zu konkreten Empfehlungen für Walks) auf nette Art und Weise erklärt hat. Der Drive selbst war ca. 50 Meilen lang über eine sehr schöne alte Küstenstraße mit jeder Menge Kurven und Serpentinen.
Wie immer war die Zeit mal wieder viel zu knapp. Man könnte vermutlich Wochen auf jeder Insel verbringen ohne alles gesehen zu haben.
Dafür gab es am letzten Tag auf Maui ein besonderes Schmankerl: eine 3-stündige Quad-Tour. In den USA heißen Quads “ATVs” (”All Terrain Vehicles”). Das war wirklich eins der Highlights. Bis wir richtig eingesaut waren sind wir über Stock, Stein und durch Matschlöcher gefahren. Bevor wir dann so dreckig in den Flieger Richtung Honolulu (Oahu) gestiegen sind, ging es noch auf den zentralen Berg der Insel (Haleakala).
Der Abflug von Kahului hat sich als ein wenig pikant herausgestellt. Wir waren knapp (aber nicht zu knapp) ca. 60 Minuten vor Abflug am Check-In Schalter. Die Schlange war riesig lang und hat sich kaum vorwärts bewegt. Als wir dann knapp 35 Minute vor Abflug etwas nervös wurden hat uns eine offizielle Flughafenmitarbeiterin empfohlen, einem unabhängigen Gepäckträger ein Trinkgeld zu geben, damit er uns bevorzugt behandelt. Der hat Connections zu den Airlines und hat das dann geregelt. Es bestand definitiv keine andere Möglichkeit rechtzeitig auf unseren Flug zu kommen außer einen Gepäckträger zu schmieren. Verrückt und krass: Russische Verhältnisse in Amerika.
Angekommen in Honolulu ging ein weiteres kleines Chaos erst bei der Gepäckausgabe und dann bei der Autovermietung los. Unsere gesamten 10 Gepäckstücke waren natürlich nicht mit auf unserem Flieger. Der Wagen, den wir bekommen sollten, wollte seinen Kofferraum partout nicht öffnen, so dass wir nach einiger Wartezeit ein Upgrade auf einen Chrysler 300 (Luxury-Klasse) bekommen haben. Mit dem neuen Wagen haben wir das inzwischen mit dem nächsten Flieger angekommene Gepäck dann direkt mitgenommen.
Ausgehend von unserem Hotel am Waikiki Beach ging es an den folgenden Tagen zu verschiedenen Orten auf Oahu. Angefangen haben wir mit Pearl Harbour. Dort wird dem patriotischen und waffenbegeisterten US-Bürger genauso wie dem Touristen aus Übersee eine Reihe von historischen Details über den Angriff auf eben diesen Hafen vor Augen geführt. Ein zu besichtigendes Schlachtschiff (USS Missouri) und U-Boot vervollständigen das Bild.
Zudem gibt es eine ganze weitere Armada von Militärstützpunkten auf der Insel. Einen Stützpunkt der Marines haben wir besucht, weil an einem Wochenende eine öffentliche Kunstflugshow dort veranstaltet wurde. Die Flugmanöver der einzelnen (zum größten Teil zivilen) Piloten waren schon sehr nett und unterhaltsam. Allerdings wurden auf dem Gelände natürlich eine riesige Werbung für das US-Militär veranstaltet. Bei dem Familien-Event mit kleinen Kindern standen die MGs demonstrativ auf dem Boden und jeder der wollte konnte sich dran setzen…
Natürlich hat die Insel viel mehr zu bieten als nur US-Militärs. Der Northshore ist das Surferparadies der Welt und dementsprechend gibt es dort schöne Strände und Wellen. Auch gibt es dort den legendären Shrimp Van - einen abgewrackten Van der nur drei Gerichte verkauft: frische Riesen-Scampis mit drei verschiedenen Saucen. Die beliebtest ist purer Knoblauch. Mit dem Cabrio vorbeigefahren riecht man den Van in 30m Umkreis bei der Vorbeifahrt (kein Witz!).
Die Hanauma Bay ist ein zur Meeresseite halb geöffneter Krater, der mit Wasser gefüllt ist. Dort kann man hervorragend schnorcheln. Jedoch sind auch hier (ähnlich wie auf Fiji) viele Korallen bereits tot. Schöne Fische und Schildkröten gibt es aber trotzdem (noch)…













