USA-Roadtrip Teil 2: Die National Parks Sequoia, Yosemite, Death Valley, Grand Canyon


oder:

“Von der Stadt in den Wald, in die Berge, in die Wüste, an den Canyon, ins Casino…” ;)


Von San Francisco ging es los zu einem Tag mit mörderisch langen Autofahrten (hier die Route). Nach 5 Stunden Fahrt waren wir angekommen im Sequoia National Park - unserem vorläufigen Tagesziel. Der Park ist bekannt für seine riesigen Bäume: den Sequoias. Das sind zwar nicht die ältesten und auch nicht die höchsten Bäumen der Welt - aber dafür die voluminösesten (oder dicksten). Im “Giant Forest” steht demnach das weltgrößte Einzellebewesen: der General Sherman Tree (hieß früher mal Karl Marx-Tree - wurde dann aber umbenannt… ;) ).

Im Park sind wir nach einer Reihe von Fotos den Congress Trail gelaufen - ein eher kurzer Walk der aber an verschiedensten Gruppierungen von Sequoias vorbeiführt. Abschließend sind wir noch durch das Giant Tree Museum gegangen, bevor es auf die nächste Etappe ging.
Wir wollten noch am selben Abend bis kurz vor den Yosemite National Park fahren, damit wir dort den gesamten nächsten Tag ab frühem Morgen verbringen können. Die verbleibenden knapp 200 Meilen für den Abend haben uns noch an Three Rivers sowie Lake Kaweah vorbeigeführt. In Visalia gab es zum Abendessen frische amerikanische Riesenpizza (nicht von Pizza Hut ;) ).
Unser Navigationssystem (mit nettem Namen “nüvi;) ) hat uns dann noch bei voller Dunkelheit über ein Paar Highways gejagt, die eigentlich den Zusatz “Highway” nicht verdient haben (unter anderem die “Ben Hur Road“, die genauso aussah wie sie hieß :) ).

Nach (kurzer) Übernachtung in unserer eigenen Scheune, die zur Ferienwohnung umgebaut war, ging es wie geplant früh morgens los Richtung Yosemite. Nach Fotostopp am El Capitan sind wir mit dem Auto auf den Glacier Point gefahren (zwischendurch gehalten am Washburn Point). Von beiden Punkten hat mein einen beeindruckenden Ausblick auf diesen Teil des Parks - insbesondere auf das charakteristische Half Dome. Das folgende Panorama ist vom Glacier Point aus aufgenommen:

Yosemite National Park, Glacier Point Lookout Panorama

Wieder zurück im Yosemite Valley sind wir zuerst durch das (etwas touristische) Village gelaufen und anschließend auf den Lower Yosemite Fall Trail. Der Walk führt am unteren Ende des größten Wasserfalls der USA (Top 10 der Welt) vorbei. Jedoch kam bei uns die Frage auf, ob ein Wasserfall überhaupt “Wasserfall” heißen darf, wenn er nur bei Tauwetter Wasser führt und zeitweise überhaupt nicht (wie zu dem Zeitpunkt als wir da waren :( ).
Leider hatten wir - wie so oft - keine Zeit für längere Walks. Wieder einmal leidet der Detailgrad unter der Vielseitigkeit - so ist das nun einmal. ;)

Über den Tioga Pass ging es dann noch am selben Abend durch die Sierra Nevada ins Death Valley. Eine einzige Serpentinen-Straße führt hinab ins Death Valley. Hier geht es innerhalb von 15 Minuten Fahrt von den Hochplateaus der Sierra Nevada (ca. 1.000-1.500m) hinab ins Tal (-84m - 100m). Beeindruckend war es den Temperaturunterschied zu erleben: Im Oktober hat sich die Temperatur innerhalb dieser 15 Minuten von ca. 11°C auf dem Plateau zu über 23°C im Tal entwickelt - und das abends um 23:00 Uhr… ;)

Death Valley National Park, Dantes View Panorama

Mit -282ft. enthält das Death Valley den niedrigsten Punkt der USA. Ein weiteres spannendes Detail über das Tal ist, dass es nur etwa 100 Meilen vom Mt. Whitney - mit 14.491ft. dem höchsten Punkt der “Lower 48″ (der Kontinental-Bundesstaaten) - entfernt ist…

Im Death Valley selbst haben wir uns eine Geisterstadt (Skidoo) angeschaut - die aber leider nicht weiterzuempfehlen ist. Außer einer Gedenktafel mitten in der Wüste sieht man dort trotz 30 Meilen Schotterstraße nichts mehr. Es steht kein einziges Gebäude mehr. Für eine zweite Geisterstadt fehlte leider die Zeit. Stattdessen sind wir an den berühmten Sanddünen vorbeigefahren, in denen u.a. Teile von Star Wars gedreht wurden. Weiterhin waren wir am Zabriskie Point und dem Dantes View. Der Ausblick von letzterem ist im obigen Panorama zu sehen.

Noch am selben Tag ging es durch zwei Landesgrenzen (Nevada & Arizona), an Las Vegas vorbei Richtung Grand Canyon. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kurzen Stopp am Hoover-Staudamm eingelegt. Ein beeindruckender Damm samt riesigem Stausee (Lake Mead) und Elektrizitätswerk, das Las Vegas mit Strom versorgt.
Als letzter Punkt für den Tag war eigentlich der neue Skywalk am Grand Canyon West eingeplant. Wir waren allerdings leider 20 Minuten zu spät. Daher musste die Plattform ersatzlos ausfallen… :(

Sequoia National ParkSequoias sind beeindruckendein kleinerer Sequoiaca. 3000 Jahre altAlex, Torben&Fabi im Baumder voluminöseste Baum der WeltGeneral Sherman Tree (Karl Marx Tree)mächtiger Stamm, ”kleine“ ÄsteThe Senateauf Richtung YosemiteEl Capitan im Yosemite NPunser Fotograftolle AusblickeGruppenfoto HPI-ToursChipBaumgrenze nicht vorhandendas ist ein AusblickOverhanging Rock at Glacier PointYosemite Fall (ohne Wasser)Half DomeMono LakeFahrt Richtung Death ValleyEingangsschildPanamint Springs Resortschnurgerade Straßen in der Wüste...werden zu Schotterstraßen...zu Geisterstädten...von denen nicht mehr vielübrig istSand Dünenriesige Dünen in denen auch Star Wars gedreht wurdebizarre SteinsformationenDeath Valley = WüsteDante's ViewHoover Damder Stauseedas Kraftwerk

Nach Übernachtung in Kingman ging es am nächsten Morgen direkt los zum Grand Canyon National Park am South Rim. Ein kleiner Fotostopp hat uns folgendes Panorama von dem unglaublichen Ausblick beschert:

Grand Canyon National Park, South Kaibab Trailhead Panorama

Vom South Kaibab Trailhead ging es dann zu der letzten langen Wanderung des Urlaubs den Canyon hinab. In 3 Stunden sind wir ein paar hundert Meter abwärts zum Cedar Ridge gekommen. Der Ausblick ist bei jeder Pause wieder umwerfend. Man muss sich vorstellen, dass die gegenüberliegende Seite vom Canyon stets klar zu sehen ist - obwohl sie teilweise fast 30km weit entfernt ist! Im Tal kann man an den meisten Stellen nur erahnen, wo der Colorado River entlang geht - so tief hat er sich in die Schlucht gegraben…

Nach dem Walk sind wir im Auto den 24-Mile-Drive entlang der Schlucht abgefahren. Er endet bei Desert View. Dort ermöglicht der Watchtower einen tollen Ausblick bis hinunter zum River (siehe folgendes Panorama).

Grand Canyon National Park, Desert View Panorama

5 Stunden Rückfahrt nach Las Vegas standen schließlich am Abend noch auf dem Programm. Dort haben die HPI-Tours Profitouristen die nächsten Tage erst einmal etwas entspannt… ;)

die Wüste ArizonasHPI Tours on TourLake MeadMondüber der WüsteFelsmassivder Grand CanyonUwe, Alex, Torben&Fabi vor dem Canyonwahnsinniger Ausblickauf dem Walkabwärts gehts...Baum in der Landschaftkurze Pause...und Esel vorbeilassenCedar Ridgeunbeschreiblicher Blick...Geckoder Colorado River...und noch einmal der RiverFahrt Richtung Las Vegas

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Kommentare

Hallo ihr USA-Reisenden! Beim googeln nach Skidoo bin ich hier auf dem Reisebericht gelandet und hab mich gefreut, den zu lesen. War mit meinem Mann vom 25.10. bis 09.11. auch in den USA; wir haben annähernd die gleiche Route hingelegt wie ihr, nur umgekehrt. Sind in SF gelandet, dann runter nach LA, von dort nach Arizona über Tucson nach Tombstone (!!!), von dort zum Grand Canyon West (Skywalk). Wir waren nicht zu spät und ich kann euch sagen: ihr habt was verpasst! Das war einfach gigantisch. Allerdings: Touristenabzocke hoch 12. Von wegen hin, Eintritt zahlen, auf den Skywalk klettern … Weit gefehlt. Wenn ihr wollt, kann ich euch Details mailen. Quasi zur Vorbereitung für euern nächsten Anlauf.
Danach sind wir nach Nevada - Hoover Dam, Las Vegas (wo wir spontan geheiratet haben) ins Death Valley. Tja, und dann entdeckten wir auf der Karte diesen Hinweis mit der Geisterstadt Skidoo und haben diesen Weg in der Abenddämmerung hingelegt, was im Nachgang nicht zu empfehlen ist. Vor der Schautafel standen wir auch wie die Deppen. Das als Geisterstadt auszuschildern, ist ‘ne Schande. Da könnte in den Staaten fast überall eine Tafel stehen, wo mal eine Stadt war. Na ja, wir haben dann doch noch eine gesehen, die ihr wahrscheinlich übersehen habt: In der Nähe vom Yosemite Nationalpark, nur ein paar Meilen an der Straße zum Pass vorbei, steht Bodie, eine echte Geisterstadt mit -zig alten Häusern, der Kirche, der Schule, der Bank, dem Saloon, einem Gemischwarenladen, der Feuerwehr, einem Hotel, in den Bergen die alten Minengebäude - das war es Wert. Denn Bodie ist richtig klasse. Außer einem Ranger und dem schwarzen Kater Willy gibt es dort niemanden mehr. Kostete nur ein paar Dollar Eintritt in eine Kasse des Vertrauens und für ‘nen Dollar konnte man sich ein Heft nehmen mit Hinweisen, welches Haus was war (die Häuser waren nummeriert). Hammerhart, kann ich nur sagen. Wir fühlten uns wie in einer Zeitmaschine …
Von dort aus sind wir dann in den Nationalpark und ins touristische Valley. Dank der fortgeschrittenen Jahreszeit waren aber nur wenige Touris da. Der Wasserfall hatte natürlich “geschlossen”, wie bei euch.
Von dort aus dann wieder nach SF. Und das alles - knapp 3.500 Meilen - in 2 Wochen. Ich hab Reisetagebuch geführt, und das wird richtig lang!
In euern Bericht hab ich allerdings ein paar Sätze über die Native Indians vermisst. Als ihr zum Skywalk gefahren seid, führte der einzige Weg dahin ja durch eine Reservation vorbei an braungrauer Wüste mit Holz- und Wellblechhütten und Wohnwagen. Die Vorstellung, dass dort die wahren Bewohner des Kontinentes zusammengefercht worden sind und unter erbärmlichen Umständen leben müssen und dass genau dort lang der einzige Weg zum Skywalk führt, den seit 2006 tausende Touristen fahren, ist schlichtweg grausam. Als führe man die Indianer vor. “Seht her, die faulen arbeitslosen Rothäute! Hier leben sie und sie haben auch nichts besseres verdient!” Ich könnte mit der Keule losmarschieren … Aber diskutiere mal mit einem Amerikaner über die rechtmäßigen Eigentümer des Landes!
Na dann wünsch ich euch weitere spannende Reisen. Vielleicht meldet ihr euch ja mal!
Viele Grüße,
Annett

Unter dem Meeresspiegel: Death Valley & Grand Canyon (23. - 24. Oktober)…

Der Death-Valley-Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste und ist der trockenste Nationalpark in den USA. Die Region ist ein Hitzepol. Der Nationalpark liegt östlich der Sierra Nevada, zum größten Teil auf dem Gebiet Kaliforniens und zu einem klein…